6 Gründer von Schweizer ICT-Startups mit viel Potential

24. September 2020, 15:54
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Eine Jury hat 100 "Digital Shapers" gekürt: Dazu zählen auch Startup-Chefs, deren Firmen sich auf dem Sprung zum ganz Grossen befinden könnten.

Die 'Bilanz' hat in Zusammenarbeit mit Digitalswitzerland und Credit Suisse die diesjährigen Digital Shapers gekürt. Das sind Menschen, die sich nach Ansicht der mit dem Wahlvorgang betrauten Jury besonders um die Digitalisierung in der Schweiz verdient gemacht haben. In Kategorien wie "Creatives", "Mentors", "Thinkers" oder "Sustainers" werden in der Wirtschaftszeitschrift 100 digitale Gestalter vorgestellt.
In einer Kategorie "Scalers" wurden Startup-Gründer gekürt, deren Firmen sich rasant entwickeln. Unter ihnen finden sich auch einige bekannte ICT-Firmengründer.
Da wäre zum einen Pedro Bados, der das Lausanner Startup Nexthink aus der Taufe gehoben hat. Das EPFL-Spinoff bietet eine Software zur Bewirtschaftung von digitalen Arbeitsplätzen. Es hat die Marke von 100 Millionen Franken an Umsatz überschritten. Zu den Kunden zählen unter anderem Migros, Siemens und Western Union.
Inside-it.ch hat bereits 2016 mit Bardos gesprochen, kurz nachdem sein Unternehmen aus der EPFL in grössere Räumlichkeiten umziehen musste. Schon damals gab der Nexthink-Gründer das Ziel von 100 Millionen Umsatz-Franken aus und wollte auf bis zu 800 Mitarbeitende anwachsen. Derzeit zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben über 600 "Nexthinker" und es sind über 150 Stellen ausgeschrieben.
Ebenfalls unter den Scalers findet sich Samuel Müller, der CEO von Scandit. Seine Firma bietet eine Scanlösung, die intelligent sein, sich von der Hardware emanzipieren und eine Augmented-Reality-Erfahrung bieten soll. 123 Millionen Franken konnte das Unternehmen bereits von Investoren sammeln und zählt mittlerweile 250 Mitarbeitende. Zu den Kunden zählt Scandit unter anderem Ex Libris, die Migros, die SBB und Coop.
Wir haben mit dem Scandit-Chef Müller im letzten Herbst über Strategie und Geschichte seiner Firma gesprochen. Damals zählte das Unternehmen 200 Angestellte und hatte den Unicorn-Status erreicht. Müller ging mit seinem Team und einer Finanzierungsrunde über 30 Millionen Franken im Rücken an die weitere Expansion.
Ebenfalls zu den Unicorns zählt Coople, eine "just-in-time Plattform für flexible Jobs", also eine Onlineplattform für Personalverleih. Sie beschäftigt mittlerweile 170 Mitarbeitende. Gründer und CEO ist Viktor Calobro.
Frontify hat 130 Mitarbeitende, die hauptsächlich in St. Gallen arbeiten. Der Anbieter einer cloudbasierten Software zur Markenpflege hat seinen Gründer und CEO Roger Dudler ebenfalls in die Kategorie Scalers gehievt. Kürzlich konnte das Unternehmen eine Finanzierungsrunde über 22,3 Millionen Franken abschliessen.
Auch Raphael Gindrat, CEO und Mitgründer von Bestmile, findet sich in der 'Bilanz'-Liste. Seine Firma bietet eine Plattform zur Steuerung und Verwaltung autonomer Autos. Im August 2019 konnte das Unternehmen 16,5 Millionen Franken in einer Finanzierungsrunde anlocken.
In die Riege der Scalers eingereiht hat sich auch Christian Grossmann, CEO von Beekeeper. Das Startup hat eine Kommunikations-App entwickelt und damit Kunden und Investoren überzeugt: Dieses Jahr sammelte die Firma 50 Millionen Dollar ein. Anfang 2020 führte die Zürcher Gemeinde Regensberg die Kommunikationsapp aus dem Hause Beekeeper ein.
Update (28.9.2020). In der ersten Version dieses Artikels hiess es, Frontify habe 230 Mitarbeitende statt korrekt 130. 

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