600 Milliarden Umsatz: Chipverkäufer profitieren auch 2022

4. Januar 2022, 13:41
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Die Halbleiterbranche bleibt Pandemiegewinner und profitiert auch 2022. Dies hat der französische Analyst Euler Hermes ausgerechnet.

Chiphersteller profitierten wie kaum jemand anders von Corona. Im vergangenen Jahr steigerte die Halbleiterbranche ihren Umsatz um 26% auf 553 Milliarden Dollar, so die Analysten von Euler Hermes.
Wenn die Prognosen des französischen Unternehmens stimmen, geht das Wachstum im Jahr 2022 weiter: Der Halbleiterumsatz werde voraussichtlich um weitere 9% wachsen und heuer erstmals 600 Milliarden Dollar überschreiten, so die Analysten.
Die Franzosen sehen das Wachstum vor allem durch 3 Faktoren begründet: Einerseits gebe es eine ungewöhnlich starke Nachfrage nach Unterhaltungselektronik, andererseits hätten durch die Halbleiterknappheit während der Pandemie die Preise erhöht werden können und nicht zuletzt habe die Einführung von neuen und höherpreisigen Chipgenerationen für einen besseren Produktmix im Halbleitermarkt gesorgt.

Neue Risiken und nachlassende Nachfrage

Mit Blick aufs Jahr 2022 prognostizieren die Analysten, dass diese 3 Treiber nicht mehr für so starkes Wachstum sorgen werden, wie vergangenes Jahr. Darüber hinaus sollen vermehrt neue Produktionsstätten dafür sorgen, dass die Nachfrage nach Chips besser bedient werden könne.
Ausserdem sieht Euler Hermes neue Risiken auf die Branche zukommen. Die Analysten nennen eine sinkende Nachfrage aufgrund pandemiebedingter Unterbrechungen von Lieferketten sowie eine Zunehmende Häufigkeit von widrigen klimatischen Ereignissen. Nicht zuletzt sprechen die Analysten von einem technologischen "Kalten Krieg" zwischen den USA und China, der Chiphersteller daran hindern könnte, an chinesische Unternehmen zu verkaufen.

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