70 Millionen für Appenzeller Glasfasernetz

14. Juli 2010, 14:04
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Ob oder besser wie sich Swisscom am Glasfasernetz der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke beteiligt, ist noch offen.

Ob oder besser wie sich Swisscom am Glasfasernetz der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke beteiligt, ist noch offen.
Der Verwaltungsrat der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) hat dem Aufbau eines eigenen vierfaserigen Glasfasernetzes namens "SAKnet" zugestimmt. "In den nächsten fünf bis sieben Jahren werden wir rund 70 Millionen Franken in unser eigenes SAKnet investieren", erklärte Lukas Mäder, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung der SAK, gegenüber inside-it.ch. Bereits Anfang 2011 sollen in der Gemeinde Herisau die Bauarbeiten beginnen. Ob Swisscom auch beim SAK-Projekt mitmischelt, ist noch offen. Wie Swisscom-Sprecher Olaf Schulze gegenüber inside-it.ch sagte, laufen derzeit noch Gespräche. Swisscom kooperiert mit praktisch allen Schweizer Energieversorgern, die ein Glasfasernetz bauen wollen.
Hinter dem Entschluss, ein eigenes Glasfasernetz aufzubauen, steht der erfolgreiche Abschluss eines Pilotprojektes mit 45 Haushalten in Herisau. Als Provider unterstützte Mygate mit seinem Triple-Play–Angebot (Fernsehen, Telefon und Internet) diesen Testlauf.
Obwohl Experten inzwischen immer öfter behaupten, dass die EWs in den Städten und Gemeinden ihre eigenen Glasfasernetze kaum je profitabel betreiben können, vertritt Mäder die gegenteilige Position: "Wir sind sicher, das SAKnet kostendeckend betreiben zu können". Ansonsten hätte man das Projekt sicher nicht lanciert, schob Mäder nach. Im Übrigen sei man keineswegs nur auf einen Provider fixiert, erklärte der SAK-Mann weiter. Mygate habe zwar den Testlauf erfolgreich begleitet, sei aber nur einer der künftig möglichen Partner, die man ins Auge gefasst habe. Konkrete andere Namen wollte Mäder in diesem Zusammenhang aber nicht nennen.
Das neue Glasfasernetz wird im Appenzell nicht flächendeckend ausgerollt. Nur bestehende und neu hinzukommende Bauzonen werden ans SAKnet angeschlossen, sagte Mäder. Im Rahmen einer rollenden Planung werde festgelegt, wann und in welche Gemeinden und Gebieten die neuen Glasfaserkabel verlegt werden. (vri/mim)

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