79,9% Bruttomarge für Windows

22. Oktober 2004, 13:09
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Microsoft hat im vergangenen Quartal einen neuen Rekordgewinn von 2,9 Milliarden Dollar verbuchen können.

Microsofts Umsatz stieg im letzten Quartal um 12% auf 9,19 Milliarden Dollar. Der Software-Riese konnte dadurch weitere 2,9 Milliarden Dollar Reingewinn, 11% mehr als vor einem Jahr, in sein Cash-Reservoir einfliessen lassen. In diesem sind nun 64,4 Milliarden Dollar gebunkert. Microsoft konnte dabei vor allem von den weltweit gestiegenen PC-Absätzen profitieren. Verglichen mit den Hardwarepreisen bleiben Microsofts Softwarepreise relativ konstant, und der Anteil den Microsofts vom Preis jedes PCs einstreicht wird – vor allem wenn man neben Windows auch noch Office mit einrechnet – wird immer höher.
Die beiden Bereiche "Client" (Windows) und "Information Worker" (v.a. Office) sind denn auch die grossen Goldesel für die Redmonder. Client brachte bei 2,99 Milliarden Dollar 2,39 Milliarden Dollar operativen Gewinn ein – eine Bruttomarge von satten 79,9%. "Information Worker" schaffte es bei 2,56 Milliarden Dollar Umsatz auf 1,89 Milliarden Dollar operativen Gewinn (73,8% Bruttomarge).
Bei den anderen Produktsegmenten bewegt sich Microsoft in normaleren Margenbereichen. Besonders erfreulich für die Redmonder ist die Entwicklung im Segment "Server und Tools". Hier stieg der Umsatz verglichen mit dem vergangenen Jahr um 19% auf 2,24 Milliarden Dollar, und der operative Gewinn erhöhte sich um 84% auf 701 Millionen Dollar. Ebenfalls profitabel für Microsoft ist MSN. Der Umsatz des Webportals stieg um 10% auf 540 Millionen Dollar, der Gewinn um 35% auf 77 Millionen Dollar.
Verluste mit Entertainment, wenig Wachstum bei Business Solutions
Auf der anderen Seite stehen auch bei Microsoft ein paar Segmente, die Geld verlieren. Im Bereich Home und Entertainment (unter anderem XBox) konnte allerdings bei einer Umsatzsteigerung um 9% auf 632 Millionen Dollar der operative Verlust verglichen mit dem gleichen Quartal im letzten Jahr um fast die Hälfte reduziert werden, von 273 auf 142 Millionen Dollar. Auch im Bereich Business Solutions, der in der IT-Szene so viel Aufsehen erregt, fiel der Verlust mit 41 gegenüber 68 Millionen Dollar deutlich geringer aus. Aber mit dem Umsatz des Segments, mit dem Redmond eigentlich dereinst Grosses vorhat, dürften die Microsoft-Oberen nicht ganz zufrieden sein: Er stieg um 8,8% auf immer noch lediglich 160 Millionen Dollar. (Hans Jörg Maron)

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