800 Männer suchen eine Frau

20. März 2009, 17:42
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Und hier noch unsere Freitagabend-Veranstaltungs- und Partykritik

Und hier noch unsere Freitagabend-Veranstaltungs- und Partykritik.
Momol: Die diesjährige Ausgabe der x.days, der IT-Grossveranstaltung ("Hausmesse" darf ich nicht mehr sagen - wobei...) von EMC, Orange und Microsoft im edlen Interlaken, war gut. Zwar kamen etwas weniger Leute als vor einem Jahr, doch diese zeigten sich zufrieden. Und man traf beileibe nicht nur die übliche Schar von schwarz-gestreiften Verkäufern, sondern auch Kunden, Politiker und Medienvertreter.
Am Abschluss-Podium waren sich die Vertreter der Veranstalter und grossen Sponsoren einmal mehr einig, dass die Krise nur eine Sache des Kopfes ist, "eine kollektive Psychose", dass sie überhaupt auch eine Chance sei und der Aufschwung komme, wenn man nur genug an ihn glaubt. Das Publikum war begeistert.
Wenn die Krise nur eine Sache der Denke ist, so dachte ich mir, so könnten wir Medien sie ja einfach wegschreiben. Also machte ich Microsoft-Schweiz-Chef Peter Waser einen Vorschlag: Für 10 Millionen Franken pro anwesendes Medium (die Kollegen waren einverstanden), würden wir die Krise ratz-fatz wegschreiben. Für Microsoft ein Klacks, denn sooo viele Medien waren dann doch nicht da. Zudem kostet die Schlagzeile "Microsoft rettet die Welt" halt einfach etwas.
Waser fand meinen Vorschlag interessant, wollte aber zuerst einen Beweis sehen. Wenn wir es schaffen würden, die Arbeitslosigkeit in Genf um ein Prozent runterzuschreiben, so würde Microsoft uns den Auftrag erteilen. Alors... Pas de problème:
La crise n'existe pas! La crise n'existe pas! La crise n'existe pas! La crise n'existe pas! La crise n'existe pas! La crise n'existe pas! La crise n'existe pas!
(Irgendwo haben wir das schon gelesen. War das nicht der Titel auf einem Zeitungsaushang, der ausgerechnet an dem Tag, an dem Bund und Nationalbank mit ein paar Milliärdchen die UBS retten mussten, an allen Kiosken hing?)
Das wichtigste ist die Party
Da die Krise nun (in Genf) vorbei ist, können wir uns wichtigeren Dingen zuwenden. Zum Beispiel der Party. Der Food war ok, die Stimmung unter den etwa 800 Gästen war gut, der Zauberer (Marco Tempest) fantastisch und die Biere zwar winzig aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Ich lernte eine ganze Reihe von wirklich spannenden Leuten kennen, die mir eine Reihe von wirklich spannenden Geschichten erzählten.
Auffallend war, dass die Leute sich immer sehr eng um unsichtbare Ballungszentren scharten. Lange verstand ich das Prinzip der x.days-Party-Gravitationszentren nicht, bis ich feststellte, dass sich in der Mitte der seltsamen Menschenballungen - gut versteckt hinter den vielen schwarz-gestreiften - immer eine Frau befand. Was heisst, da "eine Frau"? Die Frau.
Oder wie mir eine Kollegin heute schrieb: "Eine echt coole Plattform, diese X.DAYs, für eine durchschnittlich aussehende Frau!" (Christoph Hugenschmidt)
(Foto: © by x.days. Legende (von uns): 1395 Männer und 5 Frauen (teilweise markiert) lauschen den Worten von Orange-Schweiz-Chef Andreas Wetter.)
(Interessenbindung: Der Schreibende wurde von den x.days äusserst aber unverdient gut behandelt und bekam zudem 1.-Klass-DAU-Support von Orange mit 0-Sekunden-Wartefrist.)

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