9000 Genfer Schul-PCs auf Ubuntu / OpenOffice (Update)

4. April 2008, 15:19
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Ab September gibt es nur noch Open-Source-Software auf den PCs in allen Genfer Schulen.

Ab September gibt es nur noch Open-Source-Software auf den PCs in allen Genfer Schulen.
SchülerInnen und LehrerInnen im Kanton Genf wissen es schon seit letztem September: Ab dem "Rentrée" (Rückkehr aus den Sommerferien) im September dieses Jahr, werden alle PCs in den Genfer Schulen komplett auf Open-Source-Software umgestellt. Am Mittwoch brachte nun die 'Tribune de Genève' einen längeren Bericht über die geplante Migration von immerhin 9000 Schul-PCs.
Auf den Schul-PCs waren bisher Ubuntu-Linux und Windows XP parallel installiert. Im Sommer werden nun Windows und auch Office von den PCs geworfen. Die Genfer SchülerInnen werden ab dann ausschliesslich OpenOffice, Firefox, Gimp (Bildbearbeitung), Thunderbird und eine Reihe von Open-Source-Hilfsprogrammen wie etwa CoolPlayer benützen.
Die Genfer Schulen verteilen den Kindern die auf den Schul-PCs eingesetzte Software auf einer kostenlosen CD oder per Download. Damit sollen die SchülerInnen zu Hause die gleichen Programme einsetzen können, wie sie von der Schule her gewohnt sind. Auf der CD gibt es beispielsweise auch Programme für Soundbearbeitung, für das Anlegen von digitalen Bibliotheken oder ein 3D-Zeichenprogramm. Mit der CD werde auch die Chancengleicheit gefördert, argumentiert der Verantwortliche des Kantons gegenüber der Zeitung.
Einige der Open-Source-Programme für Windows-PCs gibt es auch in einer portablen Version. Dadurch können die SchülerInnen ihre Arbeiten samt Software und Kommunikations-Werkzeugen auf einen USB-Stick laden und zuhause mit den genau gleichen Einstellungen weiter arbeiten (oder sich vergnügen - hoffen wir doch). (Christoph Hugenschmidt)
Update: Wie uns Matthias Stürmer von der Open-Source-User-Gruppe ch/open mitteilt, gibt es am 24. Mai eine Weiterbildungsveranstaltung zum Thema "Open Source Software im Unterricht" in Zürich (1 Tag, 120 Franken). Weitere Infos hier.
(Den Hinweis auf diese Story fanden wir - Schande über uns - auf heise.de. Die Sache angeschaut haben wir dann aber selber).

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