91'000 Franken Durchschnittlohn für ICT-Professionals

3. November 2004, 16:46
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Nur Consulter verdienen mehr

Die Fachhochschule Solothurn hat zum ersten Mal eine umfassende Auswertung der seit dem Jahr 2000 durch den Online-Gehaltstest auf jobpilot.ch – mit dem man sein Gehalt mit dem von anderen Angestellten in vergleichbaren Positionen vergleichen kann –zusammengetragenen Daten durchgeführt. Dabei wurden unter anderem die Durchschnittslöhne in verschiedenen Branchen miteinander verglichen.
Gemäss dieser Auswertung haben die Angestellten der IT- und Telekombranche zur Zeit mit 91'400 Franken den zweithöchsten Durchschnittslohn aller verglichenen Berufsfelder. (In diesem Vergleich wurde in allen Branchen die Einkommen von CEOs und Geschäftsführern sowie Berufseinsteigern weggelassen, um die Vergleichbarkeit zu erhöhen.) Nur die Mitarbeitenden der Consulting-Zunft – zu denen ja auch viele IT-Professionals gehören – erzielen gemäss diesen Zahlen mit 100'800 Franken noch wesentlich höhere Jahreseinkünfte.
Hinter IT/Telekommunikation folgen (in der Reihenfolge ihrer Durchschnittslöhne) die naturwissenschaftlichen Berufe, Marketing/PR, Rechnungswesen/Finanzen/Controlling/Banking, Aus- und Weiterbildung, Personalwesen, Vertrieb/Verkauf, Redaktion/Dokumentation, technische Berufe, Einkauf/Logistik/Materialwirtschaft, Organisation/Verwaltung/Recht, Design/Gestaltung, medizinische Berufe und sonstige Berufe.
Die Zahlen muss man aber mit einiger Vorsicht geniessen. Stutzig macht einen, dass auch das tiefste Durchschnittseinkommen in dieser Studie (für "sonstige") immer noch mit 70'000 Franken angegeben wird. Gemäss Jobpilot haben seit 2000 175'000 Berufstätige den Online-Gehaltstest ausgefüllt, davon 90'000 normale Angestellte ohne Leitungsfunktion und nur 10'000 Berufseinsteiger, demgegenüber aber 5000 Vorstandsmitglieder, 10'000 Bereichsleiter, 14'000 Abteilungsleiter und 45'000 Teamleiter. Die etwas besser verdienenden Angestellten dürften also übervertreten sein.
Und noch ein Schluss drängt sich auf: je mehr man verdient, desto eher will man wissen, ob man verglichen mit den Kollegen auch wirklich genug verdient. (Hans Jörg Maron)

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