Aargau will jährlich drei Millionen in Digitalisierung stecken

3. Mai 2019, 09:59
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Die Aargauer Kantonsverwaltung baut ihre digitalen Angebote, Dienstleistungen und internen Abläufe unter dem Schlagwort "SmartAargau" in den nächsten Jahren aus.

Die Aargauer Kantonsverwaltung baut ihre digitalen Angebote, Dienstleistungen und internen Abläufe unter dem Schlagwort "SmartAargau" in den nächsten Jahren aus. Der Regierungsrat und die Mitarbeitenden des Kantons würden die Chancen der digitalen Transformation ergreifen, um der Bevölkerung und Wirtschaft intelligente Dienstleistungen und nützliche Informationen anzubieten, sagte Landammann Urs Hofmann.
"Der Aargau rüstet sich für die Zukunft", so Hofmann weiter. Die bestehenden Angebote würden erweitert, die den Austausch mit der Bevölkerung, den Unternehmen und den Gemeinden einfach, sicher und medienbruchfrei gewährleisteten. Nach den Worten von Hofmann hält der Aargau Schritt mit den neuen Möglichkeiten, um sich als Industrie- und Hightech-Kanton weiterzuentwickeln.
Die neue Strategie umfasst die fünf Handlungsfelder Dienstleistungen, Prozesse und Kommunikation, Infrastruktur, Führung und Mitarbeitende. Es gelte nun "Digital zuerst", wie der Kanton in einer Mitteilung festhält.
Für die Umsetzung der Projekte stellte der Regierungsrat bis 2021 pro Jahr 2,8 Millionen Franken im Aufgaben- und Finanzplan ein. "Somit stehen die notwendigen Ressourcen für erste Umsetzungsprojekte, für die externe Unterstützung durch die Fachhochschule Nordwestschweiz oder für die Weiterbildung der Mitarbeitenden des Kantons zur Verfügung", kann man der Strategie entnehmen.
Tiefgreifende Veränderungen
Mit dem Umsetzungsprogramm "SmartAargau" will der Regierungsrat nach eigenen Angaben den digitalen Wandel in der kantonalen Verwaltung aktiv mitgestalten. Es gehe um tiefgreifende Veränderungen – vor allem auch für die Arbeitsweise der Mitarbeitenden sowie für die Führungs- und Unternehmenskultur.
Innerhalb der Verwaltung müsse es zu einem Kulturwandel kommen: hin zu modernen Arbeitswelten und zu neuen Zusammenarbeitsformen, führte Finanzdirektor Markus Dieth aus. Bevölkerung und Unternehmen erwarteten, dass die staatlichen Dienstleistungen und Informationen orts- und zeitunabhängig zur Verfügung stünden.
Der Kanton verfügt bereits über Digitalangebote, zu denen etwa das digitale Amtsblatt, das Lösen eines Termins beim Passamt, die elektronische Abrechnung im Asyl- und Sozialhilfebereich oder die Kommunikation per Twitter und Facebook zählen. Eine digitale Erfolgsgeschichte ist laut Kanton LENA, der digitale Lehrstellennachweis: Dieses Angebot ist laut Kanton seit Jahren die am meisten aufgerufene Applikation im kantonalen Webauftritt.
Das Strategiepapier des Aargaus kann von der Website des Kantons heruntergeladen werden (PDF). (sda/ts)

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