Abacus kauft sich in Neobank Yapeal ein

15. Januar 2021, 10:43
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Der ERP-Anbieter baut mit dem Revolut-Herausforderer ein Entwicklungs-Team auf. Das Ziel: ERP und Echt-Zeit-Banking sollen verschmelzen.

Abacus beteiligt sich an der Neobank Yapeal. Im Rahmen einer Zusammenarbeit investiere man mehrere Millionen in das Fintech, teilt Abacus mit. Die exakte Summe und Höhe der Beteiligung werden nicht kommuniziert.
Yapael hat letztes Jahr als erste Neobank die Fintech-Lizenz der eidgenössischen Finanzmarktaufsicht erhalten. Damit kann das junge Unternehmen umfassende Dienstleistungen im Zahlungsverkehr anbieten. Man sei die Schweizer Antwort auf die erfolgreiche Neobank Revolut, stellt sich Yapael selbst vor.
Nun wollen der ERP-Anbieter Abacus und das Fintech ein gemeinsames Entwicklungs-Team aufbauen. Zusammen wollen sie den Waren- und den Geldkreislauf verschmelzen, werben die Firmen. Dazu würden Prozesse mit autonomer Buchhaltung und Finanz-Dienstleistungen entwickelt.
Angekündigt hatte Abacus die Kooperation bereits im letzten Herbst. Damals gab CEO Claudio Hintermann zu Protokoll, Yapeal sei, "das einzige Fintech, das mich begeistert hat". Und er nannte auch konkrete Projekte.
Belege könnten in Abaclik gescannt, erfasst und direkt in der App via Yapeal bezahlt werden. Die Transaktion und der Beleg würden automatisch an die Buchhaltung weitergeleitet und könnten mit dem Lohn ausbezahlt werden. Als anstehendes Projekt nannte Hintermann die Spesenvergütung in Echtzeit.
"Mit Yapael erschliesst Abacus die Welt des Real-Time-Banking mit seiner ERP-Software. Die signifikanten Auswirkungen auf die Vereinfachung und Beschleunigung der verschiedenen Prozesse im ERP und die damit verbundene Einsparungen verstehen sich von selbst. Wir haben seit Jahren nach einem so agilen und auf neuester Technologie operierenden Partner gesucht", freut sich Hintermann in der Mitteilung.

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