ABB expandiert im Software-Business

9. Mai 2011, 12:57
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Kauf eines Herstellers von Software für das Enterprise Asset Management.

Kauf eines Herstellers von Software für das Enterprise Asset Management.
Für den Schweizer Industriekonzern ABB wird das Thema Digitalisierung und Automatisierung immer wichtiger. So hat das Unternehmen vor einem Jahr den Softwarehersteller Ventyx gekauft, der Lösungen für das Energiemanagement entwickelt. Danach kaufte ABB weitere kleinere Softwarefirmen und heute gab das Unternehmen den beabsichtigten Kauf von Mincom bekannt. Mincom soll in Ventyx integriert werden.
Mincom hat den Hauptsitz in Brisbane (Australien) und bietet Software und Dienstleistungen für das Enterprise Asset Management (EAM). Zu den Kunden gehören die meisten Bergbaukonzerne sowie Unternehmen im Energie- und Verteidigungssektor und in anderen "anlageintensiven Branchen", wie ABB in einer Mitteilung schreibt. ABB kauft das Unternehmen von Francisco Partners, einem Private-Equity-Unternehmen, das in Technologieunternehmen wie Attachmate, Barracuda oder Blue Coat investiert. Der Deal unterliegt noch den üblichen Genehmigungsverfahren. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.
Mincom beschäftigt knapp 1000 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 200 Millionen US-Dollar. ABB-Chef Joe Hogan wird in der Mitteilung mit der Aussage zitiert, dass die Übernahme von Mincom Teil der ABB-Strategie sei, kontinuierlich den Ausbau des Software-Angebots voranzutreiben.
"Zigtausende Softwareentwickler"
Wie viel Umsatz ABB mit Software macht, ist nicht quantifizierbar, da jede Division separat Software-Produkte verkauft. Sicher ist, so ein ABB-Sprecher auf Anfrage, dass der Software-Bereich immer wichtiger wird. Man beschäftige mittlerweile "zigtausende Softwareentwickler".
Von "extrem grosser Wichtigkeit" sei etwa das Automationssystem 800xA, das etwa bei Kraftwerken zur Anwendung kommt. Bekannt ist auch das Kontrollsystem Symphony. ABB beschäftige sich auch mit Cyberkriminalität (siehe Stuxnet) und habe in diesem Bereich entsprechend ausgebaut, so der Unternehmenssprecher. (Maurizio Minetti)

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