Abhörsicheres Bundes-Netz auch für Dritte?

13. Januar 2014, 13:43
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Pläne des Bundes wecken Bedenken.

Pläne des Bundes wecken Bedenken.
Kurz vor Jahresende hatte unter anderem der 'Tages-Anzeiger' Pläne des Bundes bezüglich eines abhörsicheren Datennetzes bekannt gemacht. Für 2,5 Milliarden Franken will der Bund mit dem Projekt "Unabhängiges Führungsnetz Schweiz" ein Kommunikationssystem aus Glasfaserleitungen und Richtstrahlanlagen aufbauen. Das abhör- und katastrophensichere Netz soll primär von Armee und Blaulichtorganisationen genutzt werden. Es dürfte aber erst in den Zwanzigerjahren fertiggestellt sein.
Die 'Tagesschau' berichtete nun gestern, dass das Netz aber auch durch Dritte genutzt werden soll - etwa von Banken, Atomkraftwerkbetreibern oder Flughäfen. André Duvillard, Delegierter des Sicherheitsverbunds Schweiz, bestätigte die Pläne gegenüber der 'Tagesschau'. Duvillard leitet das Projekt im Auftrag des Bundesrats.
Prompt wird das Vorhaben aber von Security-Experten kritisiert. Guido Rudolphi von NetMon findet, Banken würden somit erst recht ins Visier geraten: "Man kann dann ein Netz angreifen, hat die Daten vieler Banken und als Zugemüse noch die Daten eines Staates. Das ist ein sehr attraktives Angriffsziel", so Rudolphi in der 'Tagesschau'. (mim)

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