Abraxas steigert Cash-Flow und Abschreibungen

10. Mai 2005 um 15:36
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"In Zeiten des echten Wettbewerbsdarwinismus"

"In Zeiten des echten Wettbewerbsdarwinismus"
Abraxas, ein IT-Joint-Venture der Kantone St. Gallen und Zürich, hat trotz eines "schwierigen Marktumfeldes" ein gutes 2004 hinter sich. Abraxas konnte den Umsatz um 5,5 Prozent auf 89,1 Millionen Franken steigern und erzielte dabei einen sehr hohen Cash-Flow von 21,6 Mio. Franken - ein Viertel mehr als letztes Jahr.
Der starke Geldfluss wurde vorwiegend für Abschreibungen (20 Mio. Franken) verwendet. So konnten unter anderem sämtliche immateriellen Werte (im Umfeld von Abraxas sind dies meistens aktivierte Software-Entwicklungen) abgeschrieben werden. Zudem bezahlte Abraxas acht Millionen Franken an den Aktionär Kanton Zürich zurück, der das Geld ja bekanntlich gut gebrauchen kann... Abraxas weist damit einen Gewinn von 1,4 Mio. Franken aus.
Der staatseigene Zürcher/St. Galler Systemintegrator, Outsourcer und Software-Entwickler schaffte sich letztes Jahr ein zertifiziertes Qualitätssicherungssystem nach ISO9001 an. Als weiteren Meilenstein nennt Abraxas den Gewinn von Kunden ausserhalb der Stammkundschaft, ohne allerdings konkrete Beispiele zu nennen. Zudem holte Abraxas letztes Jahr mit Roger Hodler und Ernst-Jan Tolen gleich zwei leitende Mitarbeiter vom Konkurrenten Pebe (RedIT).
Etwas blumig umschreibt Abraxas-Chef Oscar Schwark das Marktumfeld, in dem sich der quasi-staatliche Anbieter behaupten muss, als Zeit des "echten Wettbewerbsdarwinismus". (Christoph Hugenschmidt)

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