Abraxas und Credit Suisse kaufen Linux - von Microsoft

6. Februar 2008, 14:41
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Novell: "Signifikant steigende Verkaufszahlen." Credit Suisse: "SUSE Linux und Windows sind strategische Plattformen."

Novell: "Signifikant steigende Verkaufszahlen." Credit Suisse: "SUSE Linux und Windows sind strategische Plattformen."
Vor über einem Jahr schlossen der Linux-Distributor Novell (SUSE) und Erzfeind Microsoft in einem historischen Deal einen Friedenspakt. Teil dieses Deals, bei dem viel Geld aus Redmond Richtung Novell geflossen ist, war der Kauf von Support-Gutscheinen für das Betriebssystem SUSE Linux Enterprise durch Microsoft. Microsoft wurde damit auch zum Linux-Verkäufer. Dieser Schritt wurde offenbar durch die Kunden goutiert.
So berichtet Novell heute, Abraxas, die IT-Tochter der beiden Kantone St. Gallen und Zürich, wie auch Credit Suisse hätten Microsoft-Zertifikate für Linux-Support-Abos gekauft. "Für uns und unsere Kunden im Public Sector sind heterogene ICT-Umgebungen eine Realität. Die Initiative (von Novell und Microsoft) trägt entscheidend zur Komplexitätsreduzierung und Kostensenkung in gemischten Umgebungen bei, welche allen Seiten zugute kommt," lobt Frédéric Bösch von Abraxas den Novell-Microsoft-Pakt. CS-CIO Tom Sanzone lässt sich mit der Bemerkung zitieren, sowohl Windows wie auch SUSE Linux seien strategische Plattformen und die CS deshalb sehr erfreut, dass Microsoft und Novell zusammenarbeiteten.
Wie Novell heute weiter mitteilt, soll die technische Zusammenarbeit zwischen den beiden, einst sehr verfeindeten Herstellern, verstärkt werden. Sie wollen die beiden Anbieter die Interoperabilität ihrer Betriebssysteme in den Bereichen Virtualisierung, Systemmanagement, Directory- und Identitätsmanagement verbessern. Ausserdem soll die Kompatibilität auch bei den Dokumentenformaten verbessert werden. Bei diesem Thema geht es um den epischen Streit zwischen dem ISO-zertifizierten Open Document Format (ODF), das von der Open-Source-Community und verschiedenen Staaten unterstützt wird und Microsofts eigenem, "offenen" Format ooXML. Novell scheint in dieser Frage gewillt, ein Bresche in das Lager der Microsoft-Gegner zu schlagen. (Christoph Hugenschmidt)

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