Abschied vom sterbenden Tru64: Hilti migriert auf Red Hat

18. August 2009, 15:42
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Wie Red Hat mitteilt, hat der Liechtensteinische Werkzeughersteller Hilti sämtliche unternehmenskritischen SAP-Systeme, inklusive SAP Business Suite, ERP, CRM und NetWeaver, von Tru64 UNIX auf Enterprise Linux, die Cluster Suite und das Global File System (GFS) von Red Hat migriert.

Wie Red Hat mitteilt, hat der Liechtensteinische Werkzeughersteller Hilti sämtliche unternehmenskritischen SAP-Systeme, inklusive SAP Business Suite, ERP, CRM und NetWeaver, von Tru64 UNIX auf Enterprise Linux, die Cluster Suite und das Global File System (GFS) von Red Hat migriert. Das Ergebnis sei eine deutliche Leistungssteigerung und ein geringerer Energieverbrauch (was allerdings bei neuer Hardware auch nicht anders zu erwarten ist) sowie eine neue, flexiblere Plattformstrategie.
Interessant ist der Kommentar von Michael Hagmann, Leiter Enterprise-Server-Technologie bei Hilti. Seit HP 2004 ankündigte, Entwicklung und Support für die UNIX-Variante Tru64 und seine Alpha-Server einzustellen, habe Hilti eine neue, adäquate Lösung für seine unternehmenskritischen Systeme gesucht. "Wir standen vor einem klassischen Fall der Herstellerabhängigkeit. Das gesamte Know-how, welches das Team über viele Jahre aufgebaut hatte, war plötzlich nahezu wertlos. Zu versuchen, den Lebenszyklus der Tru64/Alpha-Plattform zu verlängern, war keine Option, denn wir wären sehr schnell auf Wartungs- und Hardwareprobleme gestossen. Vor dem Hintergrund unserer Erfahrungen haben wir begonnen, alternative Plattformen zu evaluieren."
Gelandet ist Hilti nun also bei Red Hat. Ein starkes Argument dafür sei gewesen, dass alle Anbieter im Einsatz befindlichen Applikationen, darunter auch SAP, eine Zertifizierung ihrer Produkte für Red Hat Enterprise Linux vorweisen konnten. HP kommt übrigens bei der Hardware trotzdem weiterhin zum Zug: Die neue Plattform läuft nun allerdings auf deutlich günstigeren ProLiant-Servern. (hjm)

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