Accenture sucht in der Schweiz 150 (!) neue Leute

16. Mai 2007, 13:36
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Accenture auf der Pirsch nach flüchtigem Wild. Auch mit Web 2.0-Methoden.

Accenture auf der Pirsch nach flüchtigem Wild. Auch mit Web 2.0-Methoden.
Die Suche nach Mitarbeitern ist im IT-Bereich, vor allem wenn es um Softwarespezialisten und Berater geht, deutlich schwieriger geworden und kann bei IT-Dienstleistern trotz eigentlich grosser Nachfrage das Wachstum behindern. Da ist es kein Wunder, dass betroffene Unternehmen mit Hochdruck rekrutieren und dabei auch neue Methoden ausprobieren.
Accenture, im letzten Jahr zur Nummer vier unter den grössten IT-Dienstleistern der Welt aufgestiegen, hat nun eine grosse Recruiting-Kampagne im deutschsprachigen Raum angekündigt, die auch Web 2.0-Methoden einbeziehen soll. In der Schweiz, Deutschland und Österreich würde Accenture so in nächster Zeit gern rund tausend neue Leute finden.
Allein in der Schweiz, so erklärte uns Accenture-Sprecherin Jacqueline Leichsering, könnte Accenture angesichts der Nachfrage locker 150 neue Leute beschäftigen, und zwar am liebsten "per sofort". (Davon, dass man auf Accenture.ch nur rund zwanzig Beschreibungen für offene Stellen findet, sollte man sich nicht irritieren lassen. Dabei handelt es sich gemäss Leichsering um Stellenprofile, die Accenture meist mehrmals besetzten möchte.)
YouTube-Clips, Blogs usw
Dass IT-Unternehmen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern irgendwann das "Web 2.0" einzuspannen versuchen, war wohl nahe liegend. Schliesslich tummelt sich heute in Blogs und auf den bekannten einschlägigen Sites wie YouTube, MySpace, Facebook usw. auch ein grosser Teil vor allem des jüngeren potentiellen Nachwuchses. Accenture versucht sich zum Beispiel mit einem Recruiting-Blog findet.
Die weitere und wahrscheinlich noch wichtigere Suchschiene sind, auch mit den Web 2.0-Methoden im Zusammenhang, die eigenen Mitarbeitenden. Die sollen im eigenen Bekanntenkreis werben und dort "virales Marketing" betreiben, indem sie die Videoclips verbreiten und auf das Portal hinweisen.
Zu guter Letzt betreibt Accenture natürlich auch noch klassisches Recruiting, zum Beispiel mit einer grossen "Campus-Promotion-Tour" an ausgewählten Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, an der sich ebenfalls Accenture-Angestellte als "Botschafter" beteiligen sollen. (Hans Jörg Maron)

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