Acer hält an Netbooks fest, Samsung stellt Produktion teilweise ein

29. November 2011, 12:25
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Während Samsung Electronics am Vortag mit einer Mail an Vertriebspartner für Spekulationen sorgte, dass das Geschäft mit Netbooks ganz aufgegeben werden soll, hat Acer Vice President Scott Lin (Lin Xianlang) betont, dass das für sein Unternehmen nicht in Frage komme.

Während Samsung Electronics am Vortag mit einer Mail an Vertriebspartner für Spekulationen sorgte, dass das Geschäft mit Netbooks ganz aufgegeben werden soll, hat Acer Vice President Scott Lin (Lin Xianlang) betont, dass das für sein Unternehmen nicht in Frage komme.
In Schwellenländern wie China, wo der bisherige Taiwanchef nach der Rückkehr von Oliver Ahrens als neuer Europachef im Begriff ist, das Ruder zu übernehmen, sei die Nachfrage nach den Mini-Notebooks immer noch gross, weshalb Acer den Fokus in dem Bereich auf diese Märkte lege.
Der Acer-Vize räumte zwar ein, dass Netbooks nur begrenzten Profit brächten, da aus den Schwellen- und Entwicklungsländern aber grosse Orders für Unterrichtszwecke, neudeutsch Education, hereinkämen, würden die kleinen mobilen Rechner in der Gesamtmenge doch sehr stark zum Umsatz beitragen. In China sei Acer schon zur zweitstärksten PC-Marke aufgestiegen. Wenn das Unternehmen es schaffe, das Netbook-Business auszubauen, könne es den Abstand zu Dell ausweiten, da der amerikanische Direktanbieter nicht so viel Augenmerk auf Netbooks lege, so der dezidierte neue Chinachef.
Asustek alias Asus hat zwar im Herbst 2008 mit dem Eee PC den Stein ins Rollen gebracht, aber schon weniger als ein Jahr später hat sich Acer die Netbook-Krone aufgesetzt und mit 1,7 Millionen Stück oder 22 Prozent Weltmarktanteil im dritten Quartal 2011 behalten. Asus kam in dem Zeitraum auf 1,2 Millionen verkaufte Netbooks und einen Marktanteil von 16 Prozent, gefolgt von Samsung mit 840'000 Stück oder 10 Prozent vom grossen Kuchen.
Von einer Totalaufgabe des Netbook-Business ist bei Samsung übrigens noch keine Rede. Tatsächlich hat der koreanische Riese in der Mail an Vertriebspartner laut dem französischen Blog 'blogeee.net‘ wohl lediglich angekündigt, die Produktion von Netbooks mit 10,1-Zoll-Display im ersten Quartal 2012 zugunsten von Ultrabooks einzustellen. Das bedeutet aber nicht, dass das Unternehmen als neben Asus und Acer einer der grossen Player der ersten Stunde sich ganz von Netbooks trennt. Bei Ultrabooks hat der koreanische Riese Geräte mit 11,6 und 12 Zoll grossem Display im Visier. (kh)

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