Acer reisst den europäischen PC-Markt ins Minus

14. Juli 2011, 09:47
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Im weltweiten PC-Markt lässt sich Acer von Dell und Lenovo überholen. In Europa und in den USA war der Markt rückläufig, während er global nur leicht wuchs.

Im weltweiten PC-Markt lässt sich Acer von Dell und Lenovo überholen. In Europa und in den USA war der Markt rückläufig, während er global nur leicht wuchs.
IDC und Gartner haben soeben ihre neusten Zahlen zum globalen PC-Markt veröffentlicht. Das Fazit vorweg: Das Wachstum hat sich drastisch verlangsamt. Im zweiten Quartal stiegen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr lediglich um etwas mehr als 2 Prozent. Vor einem Jahr war der weltweite PC-Markt noch im zweistelligen Bereich gewachsen. Es gilt weiterhin die Annahme, dass Tablets und Smartphones den klassischen PC-Markt kannibalisieren. Laut Gartner wurde im Q2 weltweit 85,2 Millionen Computer verkauft, laut IDC waren es 84,4 Millionen Stück.
Die Marktanteilszahlen sind bei IDC und Gartner oft recht unterschiedlich. Beide sind sich für das zweite Quartal aber darin einig, dass der taiwanische Hersteller Acer auf den vierten Platz abgerutscht ist. Dell ist Nummer zwei und Chinas Aushängeschild Lenovo liegt nun an dritter Stelle. Leader bleibt Hewlett-Packard, der fünftgrösste globale PC-Hersteller ist Asus.
Acer befindet sich schon seit einigen Quartalen in einer Abwärtsspirale. Grund dafür ist der frühere Fokus auf Netbooks, die heutzutage aber angesichts des Tablet-Booms niemand mehr kaufen will. Nach einem Chefwechsel und einer Strategieänderung versucht das Unternehmen nun, wieder Fuss zu fassen.
In Europa, wo die Schuldenkrise kein Ende zu nehmen scheint, aber auch in den USA befindet sich der PC-Markt besonders unter Druck. In diesen zwei Schlüsselmärkten resultierte im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Verkäufe. Die Tabelle für die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) von Gartner zeigt ein Minus um 4,8 Prozent auf 23 Millionen Computer. HP dominiert hier vor Acer, Dell, Asus und Lenovo. Acers Absatz schrumpfte in EMEA um satte 34,9 Prozent. Auch Asus verkaufte etwas weniger Computer. Alle ausser Acer konnten jedoch ihre Marktanteile steigern - die Taiwaner sackten von einem Marktanteil von 20,6 auf 14,1 Prozent ab. Ohne Acer wäre der PC-Markt in EMEA um 3 Prozent gewachsen. (mim)

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