Acer wieder in den Miesen

8. August 2013, 14:07
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Hohe Ausgaben und gestiegene DRAM-Preise belasten den PC-Hersteller. Einbruch in Westeuropa.

Hohe Ausgaben und gestiegene DRAM-Preise belasten den PC-Hersteller. Einbruch in Westeuropa.
Nach einem ansehnlichen Gewinn im ersten Quartal ist Acer im zweiten Quartal und damit auch im gesamten ersten Halbjahr wieder in die Verlustzone gerutscht. Der weltweit viertgrösste PC-Hersteller verlor zwischen April und Juni unter dem Strich 11,39 Millionen Dollar. Der operative Verlust betrug 20,35 Millionen Dollar. Im Jahresvergleich sank der Umsatz um 19,2 Prozent auf 2,97 Milliarden Dollar.
Acer befindet sich mittlerweile seit Ende 2010, doch die Taiwaner schafften es in der Folge nicht, aus ihrer Krise herauszukommen. Der Gewinn im vergangenen ersten Quartal war denn auch nur auf Einmaleffekte zurückzuführen.
Neuerdings schiebt Acer die Schuld auf höhere Ausgaben im industriellen Bereich sowie auf schwindende Margen aufgrund höherer Preise für Komponenten. Erwähnt wird insbesondere der Anstieg der DRAM-Preise.
Aktuelle Zahlen des Marktforschers Gartner zum globalen PC-Markt zeigen das ganze Ausmass: Im zweiten Quartal sank der Absatz der Acer-Computer im Jahresvergleich um 35,3 Prozent. Und das in einem Markt, der um 10,9 Prozent schrumpfte. In Westeuropa, wo der PC-Markt zuletzt um 20 Prozent zurückging, registrierte Acer den schlimmsten Einbruch der fünf grössten PC-Hersteller: Um satte 44,7 Prozent brach der Absatz im Jahresvergleich ein. (mim)

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