Acers neue Schweizer B2B-Offensive

26. September 2013, 09:21
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Mit neuen Commercial-Produkten und der EMEA-weiten Umsetzung des dreistufigen Synergy-Partnerprogramms will Acer mit den Fachhandelspartnern das B2B-Geschäft forcieren.

Mit neuen Commercial-Produkten und der EMEA-weiten Umsetzung des dreistufigen Synergy-Partnerprogramms will Acer mit den Fachhandelspartnern das B2B-Geschäft forcieren.
Passend zum 25. Geburtstag der B2B-Notebookmarke TravelMate lud Acer Presse und Partner diese Woche zum ersten Commercial-Event nach Amsterdam ein. Wie Walter Deppeler (Foto), der Schweizer Herr über das globale Commercial-Business des taiwanischen Herstellers, inside-channels.ch gegenüber einräumte, komme Acer aus dem Consumer-Business und werde in den meisten Ländern auch so wahrgenommen. Dies gelte jedoch weniger in Deutschland als in der Schweiz, obwohl der hiesige Markt traditionell doch eher B2B-geprägt sei.
Erklärtes Ziel sei es, den Commercial-Anteil und im Zuge dessen den Verkauf höherwertiger Produkte deutlich zu erhöhen. Was Letzteres angeht, habe sein Unternehmen in den zurückliegenden neun Monaten den durchschnittlichen Verkaufspreis entgegen dem allgemeinen Markttrend nicht nur halten, sondern sogar steigern können. Eine wichtige Säule der B2B-Strategie soll der weitere Ausbau des Education-Bereichs sein.
Synergy-Partnerprogramm nun europaweit
Das in Deutschland und Österreich schon 2008 lancierte dreistufige Synergy-Partnerprogramm mit den umsatz-, einsatz- und erfolgsabhängigen Stufen Platin, Gold und Silber wurde nun europaweit eingeführt, so auch in der Schweiz. Platin-Partner werde nicht etwa nur, wer einen sehr hohen Umsatz aufweisen könne, sondern auch ein besonderes Acer-Commitment zeige, erläuterte Mirko Krebs, der neue EMEA-Director für "Commercial Products", das Konzept des in Deutschland von ihm massgeblich gestalteten Synergy-Partnerprogramms.
Jakob Jersil Olsen, neuer EMEA-Frontmann für das Commercial Business und erst seit elf Monaten im Unternehmen, hob die Bedeutung des Fachhandels im B2B-Geschäft hervor und wiederholte das bekannte Mantra, dass Acer auch in Zukunft 100 Prozent indirekt verkaufen werde. Denn nur so gewinne man das nötige Vertrauen im Channel und nicht über einen mehr oder weniger grossen Direktanteil wie einige Konkurrenzunternehmen. Gerade im Commercial-Bereich, wo Acer noch Wachstum sehe, sei das klare Nein zu Direktgeschäften insofern auch ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Zu den vertrauensbildenden Massnahmen gehört laut Olsen auch das neue Garantieversprechen, SMB-Kunden nach dem Kauf von Commercial-Notebooks bestimmter TravelMate-Serien im Garantiefall 50 Prozent des Kaufpreises als Entschädigung zu erstatten. Die Aktion gilt zunächst bis Ende Oktober 2013, wird aber nach eingehender Kostenanalyse möglicherweise ausgedehnt, liess ein Acer-Mitarbeiter wissen. Denn das Vertrauen in die Qualität der eigenen Produkte sei nun mal gross.
Stärken im Channel und im Produktspektrum
Wie Deppeler betonte, verfüge Acer mit mehr als 16'000 "Outlets" über das stärkste Partnernetz in EMEA. Hinzu komme ein Produktportfolio, das mit Smartphones über Tablet, Phablets, Notebooks, Monitoren und Projektoren bis hin zu Servern und Workstations seinesgleichen suche und wie geschaffen sei, um den neuen Herausforderungen der Consumerization, des Bring Your Own Device (BYOD) und Cloud Computing zu begegnen, fügte Olsen hinzu. Im Mobile-Segment der Tablets und Ultrabooks verfolge Acer dabei als wichtiges Unterscheidungsmerkmal eine sogenannte Touch&Type-Strategie, die den Kunden mit passenden abnehmbaren oder optional andockbaren Tastaturen eine grössere Gerätewahl erlaube.
Als Produktneuheiten, die diesen Trends im Commercial-Segment besonders entgegenkommen, nannte Olsen unter anderem den als Business Touch Ultrabook positionierten TravelMate X313 mit im optionalen Smart Cover eingebauter Tastatur zu Preisen ab 999 Euro. Neues Notebook-Flaggschiff im B2B-Segment ist der TravelMate P645 mit Intels Core-Prozessoren der vierten Generation (Core i7, i5 und i3), Highend-Keyboard, TPM-Modul und optionalem Acer ProDock III für 1.149 Euro aufwärts. (Klaus Hauptfleisch, München)

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