Acers revidierte Ultrabook-Pläne scheuchen Intel auf

30. April 2012, 11:43
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Weit davon entfernt, 40 Prozent des Notebook-Marktes auszumachen, sieht der CPU-Riese Intel seine Ziele für Ultrabooks im Jahr 2012 noch mehr torpediert.

Weit davon entfernt, 40 Prozent des Notebook-Marktes auszumachen, sieht der CPU-Riese Intel seine Ziele für Ultrabooks im Jahr 2012 noch mehr torpediert. Denn nach eher enttäuschenden Verkaufszahlen hat Acer die eigenen Ultrabook-Ziele kräftig nach unten geschraubt. Statt mit den schlanken neuen Geräten auf 25 bis 30 Prozent der Notebook-Lieferungen zu kommen, rechnet das Unternehmen aus Taiwan in diesem Jahr jetzt nur noch mit einem Ultrabook-Anteil von 12 bis 20 Prozent.
Wie 'Digitimes' berichtet, hat Intel deshalb die Lieferkette schon gebeten, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um auf Acers geänderte Ultrabook-Strategie reagieren zu können. Die meisten OEM-/ODM-Hersteller und Zulieferer von Notebooks haben ihren Hauptsitz auf Taiwan, produzieren aber zum grössten Teil in China. Steigende Löhne dort und hohe Kosten für die meist speziell angefertigten Komponenten machen es ihnen aber schwer, Intel mit Preissenkungen entgegenzukommen, um das Geschäft mit Ultrabooks am Leben zu halten, nachdem Acer die Absatzziele gesenkt hat, zitiert 'Digitimes' wie so oft nicht genannte Quellen aus der Industrie.
Asus (Asustek) rechnet für die eigenen Zenbooks 2012 mit einem Notebook-Anteil von 15 bis 20 Prozent aus. Die Ultrabook-Anteile von HP und Toshiba sollen laut Marktbeobachtern in diesem Jahr nicht über 10 Prozent hinausgehen.
Ein wesentlicher Grund für die noch relativ geringe Akzeptanz der Ultrabooks sind die hohen Preise von vielfach noch über 1000 Dollar oder mehr als 1000 Euro in Europa. Daher werden die Geräte im Wesentlichen auch nur von Acer, Asus (Asustek), Toshiba und Samsung aggressiv vermarktet, während die anderen Anbieter sich mit Promotions und Werbung noch eher zurückhalten. Das wiederum führt nach Acers Überzeugung dazu, dass sich der erhoffte Nachfrageschub um ein bis zwei Quartale hinauszögert.
IDC-Analystin Ezster Morvay meint, dass die Preise sich für eine breitere Akzeptanz auf 500 Euro zubewegen müssten, viel mehr wären Konsumenten nicht bereit, für ein wie auch immer geartetes Notebook auszugeben. Doch davon sind die Ultrabook-Preise, wie gesagt, noch weit entfernt, auch wenn Ivy Bridge dazu beitragen soll, die Einstiegspreise 2013 auf unter 500 Dollar (in Europa meist 1:1 in Euro) zu senken, so zumindest ein zur CeBIT 2012 gemachtes Versprechen von Acer-Präsident Jim Wong. (kh)

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