Actebis wächst – wann wird verkauft?

25. Juni 2007, 14:21
  • geschäftszahlen
  • verkauf
image

Umsatzzuwachs für die Actebis-Gruppe im vergangenen Jahr. Käufer für die restlichen Niederlassungen in Deutschland, Österreich, Niederlanden, Frankreich und der Schweiz gesucht.

Umsatzzuwachs für die Actebis-Gruppe im vergangenen Jahr. Käufer für die restlichen Niederlassungen in Deutschland, Österreich, Niederlanden, Frankreich und der Schweiz gesucht.
Die zum Otto-Konzern gehörende Actebis-Gruppe konnte im vergangenen Geschäftsjahr 2006/2007 per 28. Februar den europaweiten Umsatz auf 4,02 Milliarden Euro steigern. Dies sagte Actebis-Sprecherin Jessika Binder gegenüber inside-channels.ch. Im Jahr zuvor.
Abgestossen wird aus Profitabilitätsgründen auch die spanische Niederlassung. Dort laufen noch Verhandlungen mit der Vinzeo-Gruppe. Die restlichen, "gut laufenden" Niederlassungen in Deutschland, Österreich, Niederlanden, Frankreich und in der Schweiz will der Otto-Konzern früher oder später auch verkaufen. Der Versandhändler möchte seit zirka vier Jahren aus dem Bereich Grosshandel aussteigen. Noch ist nicht klar, ob die restlichen Actebis-Niederlassung einzeln verkauft werden oder als Gruppe an einen Käufer (Investor?) gehen werden.
Keine Eile
Actebis-Sprecherin Binder sagt, aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklungen bestehe keine Eile, die restlichen Actebis-Niederlassungen zu verkaufen. Die Otto-Gruppe habe kein Interesse, Verkäufe zu Lasten der erfolgreichen Actebis-Gruppe zu tätigen. An der Bilanzpressekonferenz am vergangenen 21. Juni sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Otto, die sehr positive Entwicklung von Actebis gebe dem Konzern den Freiraum, die weiteren Verkaufsmöglichkeiten in aller Gründlichkeit zu prüfen.
Wie das vergangene Geschäftsjahr für Actebis Schweiz war, ist nicht bekannt. Managing Director Hans-Peter Weiss wollte keine Angaben machen. Im Geschäftsbericht von Otto heisst es, das gute Ergebnis der Actebis-Gruppe sei insbesondere durch ein Umsatzplus der deutschen und österreichischen sowie einer guten Geschäftsentwicklung der Niederlassungen in Skandinavien, Osteuropa und Frankreich erreicht worden. Für das laufende Geschäftsjahr geht die Otto-Gruppe von einem moderaten Wachstum der Actebis-Gruppe aus. (Maurizio Minetti)

Loading

Mehr zum Thema

image

Swisscom verdient 2022 weniger

Aber das dürften wir eigentlich noch gar nicht wissen. Die Publikation der Geschäftszahlen war ein Versehen.

publiziert am 3.2.2023
image

Meta spart und gibt sich optimistisch

Mark Zuckerberg kündigt ein "Jahr der Effizienz" an. Gestrichen werden Investitionen in RZs, das Management wird umgebaut.

publiziert am 2.2.2023
image

DXC hofft auf Turnaround im kommenden Jahr

Der Umsatz des IT-Dienstleisters ist im abgelaufenen Quartal erheblich geschrumpft. Im nächsten Geschäftsjahr soll es aber wieder aufwärts gehen, sagt der CEO.

publiziert am 2.2.2023
image

AMD schlägt sich durch, Intel-CEO muss einbüssen

Trotz der schwierigen Wirtschaftslage kann sich AMD gut behaupten. Beim Konkurrenten sieht es anders aus: Intel spart bei den Löhnen – auch CEO Pat Gelsinger muss einstecken.

publiziert am 1.2.2023