Adecco kauft Tech-Beratungs­haus Akka

28. Juli 2021, 09:55
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Mit dem 2 Milliarden Euro Deal wächst die Adecco-Technologiesparte Modis auf 50'000 Ingenieure und IT-Experten an.

Adecco hat den Kauf der Ingenieur- und Technikberatungsgruppe Akka bekannt gegeben. Akka soll die Fachkräfte- und Beratungssparte von Adecco stärken, erklären die Firmen in einer Mitteilung.
Die kombinierte Belegschaft umfasst demnach 50'000 Ingenieure und Digitalexperten mit branchenübergreifendem Fachwissen sowie einer starken Position in wachstumsträchtigen Sektoren wie Mobilität sowie Software- und Technologiedienstleistungen, schreiben die Unternehmen.
Die Transaktion bewerte Akka mit 2 Milliarden Euro, heisst es weiter. Es sei damit die grösste Übernahme für Adecco seit dem Zusammenschluss von Adia und Ecco in den Neunzigerjahren. Die Übernahme werde ab dem ersten Jahr zu einer Steigerung der Gewinnspanne und des Gewinns pro Aktie führen und ab dem dritten Jahr einen positiven wirtschaftlichen Wertzuwachs bewirken, so Adecco. Der Deal soll in der ersten Jahreshälfte 2022 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen.
Modis stellt Unternehmen Technologie-Experten zur Verfügung und bietet neben Tech-Beratung auch Weiterbildungen. Das Geschäft wachse rasch und sei weniger zyklisch, erklärte Adecco-Group-CEO Alain Dehaze an einer Telefonkonferenz laut der Nachrichtenagentur 'Keystone-sda'. "Nun sind wir nicht nur im Bereich der Personal- und Fachkräftevermittlung ein global führendes Unternehmen, sondern auch im Technologiesektor", so der Firmenchef.

Stärkung des Technologie-Geschäfts

Mit der Übernahme werde das Technologiegeschäft gestärkt, das bislang nur gut ein Zehntel zum Umsatz beisteuerte. Mit Akka kommt es auf einen Anteil von 17%, erklärte Adecco. Primär gehe es dabei um ausgelagerte Produktentwicklung, führte Dehaze aus. "Schon heute sind 5% der Produktentwicklung weltweit outgesourct." In gewissen Branchen sei es auch schon deutlich mehr. Dieser Markt wachse jährlich um 6 bis 8%, insbesondere, weil die Digitalisierung höhere Anforderungen an neue Produkte stelle. "Alle Produkte werden intelligent, alle brauchen entsprechende Entwicklungs-Ressourcen, und genau die bieten wir", so Dehaze.
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Adecco-Group-CEO Alain Dehaze. Foto: Adecco Group
Akka verzeichnete laut der Mitteilung ein Umsatzplus von 9% im 2. Quartal. Alle Geschäftseinheiten könnten im Jahresvergleich organisches Wachstum ausweisen. Im Geschäftsjahr 2020 erzielte Akka einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro.
Jan Gupta, Präsident von Modis, soll künftig dem fusionierten Unternehmen vorstehen. Jean-Franck Ricci, Group Managing Director von Akka, werde Vorsitzender des Kundenbeirats des fusionierten Unternehmens. Akka gehörte bislang mehrheitlich der Familie des Gründers Maurice Ricci, der aktuell als Chairman und Group CEO amtet. Er werde künftig als Special Advisor des CEOs der Adecco Gruppe amten, so die Mitteilung. 

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