Aderlass bei Rapidshare

17. Mai 2013, 12:22
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Der Filehoster entlässt 3 von 4 Mitarbeitern.

Der Filehoster entlässt 3 von 4 Mitarbeitern.
Beim Zuger Filehoster Rapidshare werden 45 der 60 Mitarbeitenden entlassen. Wie '20 Minuten' aus gut unterrichteten Quellen weiss, müssen die Arbeitsplätze nicht sofort geräumt werden - jeder Angestellte habe eine individuelle Kündigungsfrist.
Die Entlassungswelle kommt nicht ganz überraschend. Bereits Ende letztes Jahr kündigte Rapidshare ein Sparprogramm an. Ausserdem wollte sich das Unternehmen neu ausrichten, und holte dafür Anfangs Mai Kurt Sidler. Er ist kein Unbekannter in der Branche: Bevor er sein eigenes Beratungsunternehmen Fluris Consulting gründete, war er Channel- und KMU-Chef bei SAP und davor Sage Schweiz Chef.
Auf Anfrage bestätigt Sidler die Massentlassung. Der Filehoster soll aber nicht eingestampft, sondern restrukturiert werden. "Rapidshare stellt nicht den Betrieb ein, sondern wagt mit kleinerer Mannschaft und neuer strategischer Ausrichtung einen Neustart," erklärt er seine Sicht der Entlassungen gegenüber inside-it.ch.
Zu hohe Gerichtskosten?
Rapidshare wurde durch den einfachen Austausch von Dateien über das Internet bekannt - vor allem von Musik und Filmen. Das Geschäftsmodell wird von der Unterhaltungsindustrie immer wieder unter Druck gesetzt. Denn diese geht vehement gegen die angebliche Verbreitung von illegalen Kopien vor. Obwohl RapidShare immer wieder erklärt, gegen Raubkopierer vorzugehen, mussten in den vergangenen Jahren zahlreiche Gerichtsverfahren geführt werden. (lvb)

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