Adesso Schweiz verzeichnet ein weiteres Rekordjahr

31. März 2021, 14:31
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Der IT-Dienstleister gehört zu den Corona-Gewinnern. Und womöglich erhalten Avaloq, Finnova und Co. einen neuen Mitbewerber.

Adesso Schweiz hat 2020 einen Rekordumsatz erzielt. Dies meldet der Beratungs- und IT-Dienstleister.
Der Umsatz 2020 lag bei 72,5 Millionen Schweizer Franken (plus 17%), es sei nach 2019 das zweite Rekordjahr in Folge. Die positive Bilanz gelte auch für die neue Geschäftsstelle in Lugano, die erst kurz vor dem ersten Lockdown eröffnet wurde. "Trotzdem legte die Adesso im Tessin einen sehr erfolgreichen Start hin und verzeichnete im Jahr 2020 ein grosses Wachstum", heisst es, aber ohne Nennung konkreter Zahlen.
Wie der Geschäftsgang in den einzelnen Adesso-Kernbranchen Banking, Versicherungen, Health oder Public war, konkretisiert die Mitteilung ebensowenig.
Die Zahl der Mitarbeitenden stieg letztes Jahr auf insgesamt 370.
Grundsätzlich erklärt Adesso Schweiz den Erfolg unter anderem mit Corona: "2020 standen viele Unternehmen plötzlich unter dem enormen Handlungsdruck zu digitalisieren – und zwar so schnell wie möglich", heisst es in der Mitteilung.
Die Firma gehört zum international tätigen Konzern, der ebenfalls Zahlen publizierte. Zum Vergleich der Länderorganisationen heisst es dort: "Besonders positiv entwickelten sich die Umsätze in der Schweiz, in Österreich und Spanien wie auch in der Türkei." Im Vergleich der Sales-Zahlen bestätigt sich die Bedeutung des Schweizer Marktes für den Adesso-Konzern.
Insgesamt hat Adesso den Umsatz um 16% auf 523,4 Millionen Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBITDA) wurde überproportional um 26% auf 60,4 Millionen Euro verbessert, heisst es dazu.
"Im Zuge dieser aktuell spürbaren Digitalisierungswelle verschmelzen die Rollen von Business und IT noch weiter", lässt sich Hansjörg Süess, CEO und Delegierter des Verwaltungsrats von Adesso Schweiz verlauten. Dafür sei man gut gerüstet.
Gleichentags kündigte der Konzern den Investoren an, man bereite den Markteintritt als neuer Kernbankensystem-Anbieter für deutschsprachige Länder vor. Dies in einem 50/50 Joint-Venture mit dem grossen, börsennotierten Software-Hersteller Asseco Polen. Details dazu zeigt die Investoren-Präsentation aber nicht.

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