Adnovum lanciert neue Biometrie-Authentisierung für mobile Geräte

20. September 2018, 13:03
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Adnovum erweitert die Liste von verfügbaren Authentisierungsoptionen in Nevis um eine neu entwickelte Fingerabdruck- und Gesichtserkennung für Smartphones.

Adnovum erweitert die Liste von verfügbaren Authentisierungsoptionen in Nevis um eine neu entwickelte Fingerabdruck- und Gesichtserkennung für Smartphones.
Das Software-Unternehmen meldet, die neue Lösung für Mobile-Hardware-Authentisierung sei nun Teil der hauseigenen Security Suite.
Die neue biometrische Lösung soll sich speziell auch für den Einsatz im E-Banking eignen. User-seitig kann man sich ohne Passwort gegenüber einer Firma identifizieren: Entweder direkt in der entsprechenden App (In-Band) oder Out-of-Band, in einer anderen App und in einer App oder Webapplikation via Push-Nachricht.
Security heisst in diesem Falle, dass die Login-Daten eines Users ausschliesslich auf dessen Device gespeichert sind und dessen Betriebssystem und Hardware für die Security zuständig sind. Der Datentransport zur Bank oder Versicherung basiert auf Public-Key-Kryptographie. Somit ist laut Adnovum sowohl die Privatsphäre des Users abgesichert, als auch das Unternehmen vor Verstössen gegen den Datenschutz. "Die Lösung bietet Schutz vor Daten- und Identitätsdiebstahl und verhindert Phishing-Attacken", verspricht Adnovum.
Server-seitig können Adnovum-Kunden wählen, ob sie Fingerabdruck und/oder Face-ID akzeptieren wollen.
Die Nevis-Mobile-Authentisierungs-Lösung soll von möglichst vielen Kunden eingesetzt werden, nicht nur solchen mit Standard-Apps, sondern auch von Kunden mit Custom-Lösungen, welche die Authentisierung in der eigenen App integriert haben wollen. Entsprechend unterstützt Adnovum die Entwicklung von Software für mobile Geräte mit einem Software Development Kit (SDK).
Wie sieht die Marktakzeptanz für solche Lösungen aus? Mobile Geräte mit biometrischen Authentisierungsmöglichkeiten werden immer verbreiteter. Dies dürfte dabei helfen, dass User Gesichtserkennung und Fingerabdrücke als Methode einer starken Authentifizierung über mobile Geräte auch einsetzen. Der Fingerabdruck setzt sich laut Adnovum-Einschätzung aktuell schon stark durch und die Face-ID werde durch den aktuellen Push von Apple auch Akzeptanz gewinnen.
Die Adnovum-Lösung setzt auf die offenen Standards der FIDO Alliance, welche global Compliance, Security und Einfachheit mit offenen, interoperablen Industriestandards für die Authentisierung im Internet vereinen will. Weil die Tech-Giganten wie Google oder Microsoft die Allianz unterstützen, haben die FIDO-Standards auch entsprechend Gewicht. Eines der Ziele ist es dabei, beispielsweise das klassische Passwort als Authentisierungsmethode völlig auszurotten.
So wird erwartet, dass sich früher oder später auch Iris- und Stimm-Authentisierung basierend auf FIDO-Standards etablieren wird. (mag)

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