Adobe kauft SaaS-Anbieter Workfront

10. November 2020, 10:49
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Der Photoshop-Hersteller übernimmt für 1,5 Milliarden Dollar einen Anbieter von Projektmanagement-Software.

Der US-Software-Konzern Adobe verstärkt sich mit einem Zukauf. Für 1,5 Milliarden Dollar kauft der Photoshop-Hersteller das amerikanische Software-Unternehmen Workfront, wie die Firmen in einer Mitteilung bekannt geben. Die Transaktion benötigt noch die Zustimmung der Behörden und soll Anfang 2021 abgeschlossen werden.
Workfront bietet webbasierte Arbeitsmanagement- und Projektmanagement-Software. Beide Firmen seien bereits seit Jahren Partner und hätten gemeinsame Kunden, so die Mitteilung weiter. Workfront hat seinen Hauptsitz in Utah und unterhält Niederlassungen unter anderem in London und Deutschland. Die EMEA-Region wird von Paige Erickson geleitet.
Mit der Workfront-Lösung liessen sich Marketingkampagnen planen und verwalten sowie komplexe Arbeitsabläufe teamübergreifend ausführen, schreibt Adobe. Marketingkampagnen würden immer komplexer, Inhalte müssten rasch und in grossem Umfang ausgespielt werden. Dies erfolge zunehmend über verteilte Teams. Adobe wolle mit dem Zukauf diesen Erwartungen von B2B- und B2C-Kunden gerecht werden. Die Workfront-Lösung sei mit APIs ausgestattet, die eine Verbindung zu Adobe Creative Cloud und zu Experience Cloud ermöglichen würden.
Workfront wurde 2001 gegründet und beschäftigt knapp 1000 Mitarbeitende. Eigenen Angaben zufolge zählt das Unternehmen 3000 Kunden und eine Million Nutzer. Nach Abschluss der Transaktion werde der bisherige Workfront-CEO Alex Shootman weiterhin sein Team leiten. Er werde an Anil Chakravarthy, Executive Vice President und General Manager, Digital Experience Business und Worldwide Field Operations bei Adobe, berichten.
Gemäss Zahlen von Crunchbase hat Workfront als privat geführtes Unternehmen bislang 375 Millionen Dollar an Investorengelder angezogen. 

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