Adobe schickt "Apollo" ins Rennen gegen Widgets, Gadgets, Java-Clients und Co.

19. März 2007, 13:20
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Adobes Apollo kann ab heute als Alpha-Version beschnuppert werden.

Adobes Apollo kann ab heute als Alpha-Version beschnuppert werden.
Adobe hat heute seine "Apollo"-Runtime-Umgebung sowie das dazugehörige Software Development Kit als Alpha-Testversion veröffentlicht. Apollo soll nach der neusten Zeitplanung im Sommer in die Betatestphase treten und gegen Ende Jahr in der endgültigen Version veröffentlicht werden.
Mit Apollo möchte Adobe vor allem Webentwickler für sich gewinnen. Die Apollo-Runtime soll es ihnen ermöglichen, betriebssystemunabhängige Client-Applikationen zu entwickeln die ohne Umweg über einen Browser kontinuierlich auf Informationen aus dem Internet, sei es von einzelnen oder mehreren Sites, zugreifen. Damit werden Apollo-Applikationen ein ähnliches Konzept haben, wie die "Widgets" aus der Apple oder die "Gadgets" aus der neueren Windows-Welt.
Verglichen mit den heutigen Widgets und Gadgets sollen Apollo-Applikationen aber deutlich flexibler sein und alle Möglichkeiten bieten, wie man sie auch von normalen PC-Applikationen her kennt. Dazu gehören zum Beispiel Drag&Drop, das direkte Speichern von Daten auf dem PC selbst oder die direkte Einbindung von PC-Peripherie wie Webcams und Scannern usw. Apollo-Applikationen bleiben auch Offline funktionsfähig und können automatisch synchronisiert werden, wenn ein User wieder online geht.
Andererseits soll Apollo alle Designmöglichkeiten bieten, wie man sie von Websites her kennt, und damit die Entwicklung von Clients erlauben, die unabhängig von den Gestaltungselementen des Betriebssystems sind. Damit könnten Apollo Applikationen speziell für "branding-bewusste" Unternehmen neue Möglichkeiten für die Entwicklung von spezialisierten Clients bieten, die auf Internet-Services wie zum Beispiel Online-Banking zugreifen.
Für die Programmierung von Apollo-Applikationen sollen Entwickler dabei hauptsächlich auf existerenden Tools und ihr bereits vorhandenes Know-how in Technologien wie Flash, Flex, HTML, CSS oder AJAX zurückgreifen können.
Diese Erklärungen sind alle etwas trocken und wenig anschaulich: Einen konkreteren Eindruck davon, wie eine Apollo-Applikation aussehen könnte, kann man in diesem Video gewinnen. Darin wird ein Client gezeigt, den Ebay gerade auf Basis von Apollo entwickelt. (Hans Jörg Maron)

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