Adobe senkt wegen Beben in Japan die Quartalsprognose

23. März 2011, 12:19
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Adobe hat nach einem guten Start ins neue Jahr wegen des schweren Erdbebens in Japan und seiner Folgen die Prognose fürs zweite Geschäftsquartal gesenkt.

Adobe hat nach einem guten Start ins neue Jahr wegen des schweren Erdbebens in Japan und seiner Folgen die Prognose fürs zweite Geschäftsquartal gesenkt. Nach Umsätzen ist das Land der aufgehenden Sonne der zweitwichtigste Einzelmarkt für den Softwarehersteller. Im ersten Quartal bis 4. März 2011 hat das Unternehmen 1,028 Milliarden Dollar umgesetzt, rund 20 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und voll im Plan. Anvisiert war ein Umsatz im Bereich von 1 bis 1,05 Milliarden Dollar.
Fürs zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres rechnet Adobe jetzt nur noch mit einem Umsatz von 970 Millionen bis 1,02 Milliarden Dollar und einer Non-GAAP-Rendite (General Accepted Accounting Principles) von 33 bis 40 Cent je Aktie. An der Wall Street war man für das Unternehmen im zweiten Fiskalquartal von einer Rendite von 56 Cent und einem Umsatz von 1,03 Milliarden Dollar ausgegangen. Wie Adobe-Finanzchef Mark Garrett sagte, habe man wegen des schweren Bebens in Japan und der Bedeutung des Landes das Umsatzziel fürs zweite Quartal 2011 um 50 Millionen Dollar gesenkt. Das sei etwa ein Drittel des ursprünglich für Japan geplanten Umsatzes im Zeitraum März bis Mai 2011.
Der Gewinn im ersten Geschäftsquartal lag bei 234,6 Millonen Dollar oder 46 Cent pro Aktie, die Non-GAAP-Umsatzrendite bei 58 Cent pro Aktie, ein Cent mehr als an der Wall Street ursprünglich erwartet. Der Umsatz von 1,028 Milliarden Dollar im ersten Quartal setzt sich unter anderem aus Erlösen in Höhe von 842,7 Millionen Dollar für verkaufte Softwareprodukte und 106,2 Millionen Dollar für Lizenzen zusammen. Die Bereiche Kreativität und Interaktion machten 41 Prozent des Umsatzes aus, Digital Media brachte 15 Prozent des Umsatzes ein, Digital Enterprise 26 Prozent, die Web-Analyse- und Gechäftsoptimierungs-Plattform Omniture 11 Prozent, Print und Publishing 5 Prozent. Nord-, Mittel- und Südamerika waren mit 506,3 Millionen Dollar die umsatzstärksten Märkte, gefolgt von EMEA mit 315 Millionen Dollar und Asien mit 206 Millionen Dollar, ein Grossteil davon aus Japan, wie sich aus den von CFO Garrett genannten Zahlen leicht errechnen lässt. (Klaus Hauptfleisch)

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