Afghanistan triffts auch digital hart

8. September 2021, 15:01
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Cyberkriminelle nutzen die politisch instabile Lage in Afghanistan für ihre Zwecke aus und versprechen sich hohe Gewinne. Das Land war im vergangenen Monat weltweit Ziel Nummer 1.

Die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan bringt nicht nur Bürgerinnen und Bürger in ernsthafte Gefahr, sondern auch die ansässigen Unternehmen. Unter diesen Bedingungen die Datensicherheit für Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden zu gewährleisten, ist enorm herausfordernd.
Diese Situation machten sich Cyberkriminelle zunutze und griffen afghanische Firmen im vergangenen Monat verstärkt an. Den Analysten von 'Atlas VPN' sowie der 'Kaspersky Cyberthreat Map' zufolge, war Afghanistan weltweit das häufigste Ziel, was Ransomware-Attacken angeht.

Schweiz weltweit auf Rang 35

In den vergangenen vier Wochen wurden 1,77% aller Ransomware-Attacken weltweit auf afghanische Unternehmen durchgeführt. Papua Neu Guinea, Pakistan, Bangladesh und Iran landen mit Werten zwischen 1,69% und 1,03% dahinter.
Die Schweiz rangiert weltweit aktuell auf Platz 35. Hiesige Unternehmen müssen an Spitzentagen laut der Kaspersky-Darstellung über 150 Ransomware-Angriffe abwehren. Der demnach mit Abstand am häufigsen eingesetzte Trojaner ist "Win32.Encoder.gen", der bei jedem Dritten angriff genutzt worden ist. Die nachfolgende Darstellung von Kaspersky zeigt die detektierten Ransomware-Attacken in der Schweiz in den vergangenen vier Wochen.
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Ransomware-Attacken in der Schweiz. Screenshot: Kaspersky

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