Alcatel-Lucent: Riesen-Verlust, CEO geht

7. Februar 2013, 14:22
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Der Telekomausrüster Alcatel-Lucent steht wieder am Anfang: der Sanierer Ben Verwaayen verlässt das Schiff, die Zahlen sind wieder schlecht.

Der Telekomausrüster Alcatel-Lucent steht wieder am Anfang: der Sanierer Ben Verwaayen verlässt das Schiff, die Zahlen sind wieder schlecht.
Ben Verwaayen gibt auf. Der ehemalige BT-Manager hat es in den über vier Jahren an der Spitze von Alcatel-Lucent nicht geschafft, den Telekom-Ausrüster nachhaltig profitabel zu machen. Heute teilte das Unternehmen mit, dass CEO Verwaayen auf eigenen Wunsch zurückgetreten sei. Er bleibt allerdings an Bord, bis ein Nachfolger gefunden ist. Es werde intern und extern gesucht.
Alcatel-Lucent hat gleichzeitig die Zahlen zum vergangenen vierten Quartal veröffentlicht. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 1,3 Prozent auf 4 Milliarden Euro. Der Verlust in den letzten drei Monaten betrug 1,37 Milliarden Euro, verglichen mit einem Gewinn von 868 Millionen Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres. Im gesamten 2012 sanken die Umsätze im Vorjahresvergleich um 5,7 Prozent auf 14,45 Milliarden Euro. Der Jahresverlust betrug 1,37 Milliarden Euro - im Vorjahr hatte Alcatel-Lucent noch 1,1 Milliarden verdient.
Alcatel-Lucent leidet unter der starken Konkurrenz aus Asien und unter der Tatsache, dass Provider ihre Telekom-Investitionen in letzter Zeit zurückgefahren haben. (mim)

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