Alcatel-Lucent verkauft Enterprise-Sparte, schreibt Gewinn

6. Februar 2014, 11:19
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Der Telekomausrüster Alcatel-Lucent hat nach den jüngsten Spekulationen nun seine Enterprise-Sparte tatsächlich verkauft. Allerdings nicht an Unify, sondern an das Investmentunternehmen China Huaxin. Der Geschäftsbereich wird mit dem Deal mit 268 Millionen Euro bewertet. Alcatel-Lucent werde einen Minderheitsanteil von 15 Prozent halten.
Abgesehen davon geht es für den angeschlagenen Konzern aufwärts: Dank seines Sparkurses hat der angeschlagene französische Telekomausrüster im vierten Quartal 2013 erstmals seit zwei Jahren wieder Gewinn gemacht. Im Schlussviertel verzeichnete das Unternehmen unter dem Strich ein Plus von 134 Millionen Euro, nach einem Verlust von 1,6 Milliarden Euro Ende 2012. Der operative Gewinn vervierfachte sich auf 287 Millionen Euro, wie Alcatel am Donnerstag in Paris mitteilte. Im Gesamtjahr verlor Alcatel-Lucent dennoch 1,3 Milliarden Euro nach 2 Milliarden 2012. Der Umsatz stagnierte wegen des starken Euro bei 14,4 Milliarden Euro.
Alcatel steht wie andere europäische Netzwerkausrüster unter heftigem Wettbewerbsdruck, insbesondere durch chinesische Konkurrenten wie Huawei und ZTE. Der seit April 2013 amtierende Vorstandschef Michel Combes will das Ruder herumreissen. Dazu sollen Unternehmensteile für mindestens 1 Milliarden Euro verkauft und die Kosten bis Ende 2015 um 1 Milliarden Euro gesenkt werden.
2013 lagen die Einsparungen mit 363 Millionen Euro deutlich über dem vorgegebenen Ziel von bis zu 300 Millionen Euro. Zudem verschaffte sich der Konzern mit einer Kapitalerhöhung um eine Milliarde Euro finanziellen Spielraum. (sda/mim)

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