Alibaba wie Amazon: Einstieg ins Cloud-Geschäft

4. März 2015, 10:47
  • cloud
  • alibaba
  • amazon
  • rechenzentrum
image

Der chinesische Online-Händler Alibaba macht mit eigenen Cloud-Dienstleistungen den Platzhirschen Amazon, Microsoft und Google in den USA stärkere Konkurrenz.

Der chinesische Online-Händler Alibaba macht mit eigenen Cloud-Dienstleistungen den Platzhirschen Amazon, Microsoft und Google in den USA stärkere Konkurrenz. Dafür eröffnete der Konzern am Mittwoch sein erstes Rechenzentrum ausserhalb der Volksrepublik China. Es befinde sich im Silicon Valley, heisst es in einem Blogeintrag.
Zunächst will sich Alibaba hauptsächlich an chinesische Firmen richten, die in den den USA tätig sind. Dies sei ein strategisch wichtiger Schritt, sagte der für das internationale Cloud-Geschäft zuständige Manager Ethan Yu. Später werde man versuchen, Kunden mit Standorten in beiden Ländern für sich zu gewinnen.
Bisher bietet Alibaba nur in China Cloud-Dienstleistungen an. Der Marktanteil liegt bei etwa 23 Prozent. Der Sektor wuchs im Weihnachtsquartal schneller als jeder andere Geschäftsbereich.
Der Cloud-Markt ist aktuell vor allem in den USA sehr umkämpft. Die grössten Anbieter Amazon, Microsoft und Google kämpfen dort mit Preissenkungen um jeden Kunden und versuchen so, ihre Wachstumsraten zu halten. Die Marktbeobachter von IDC gehen davon aus, dass die Cloud-Industrie bis 2017 100 Mrd. Dollar umsetzen könnte.
Alibaba ist seit 2014 in New York an der Börse und hat beim viel beachteten Marktdebüt 25 Mrd. Dollar eingenommen - soviel wie noch nie ein Unternehmen zuvor. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 7
image

Edöb: "Vertrauen Behörden nur auf private Gutachten, können sie sich eine blutige Nase holen"

Der Eidgenössische Datenschützer kritisiert Anwaltskanzleien, die Behörden beim Einsatz von US-Cloud-Diensten Sicherheit versprechen. Im Interview schildert Adrian Lobsiger seine Sicht.

publiziert am 28.9.2022 3
image

Public Cloud: Der Bund hat Verträge mit Hyperscalern unterzeichnet

Da noch ein Gerichtsverfahren hängig ist, können die Ämter noch keine Cloud Services im Rahmen der 110 Millionen Franken schweren WTO-Beschaffung beziehen.

publiziert am 27.9.2022 1
image

Basler Datenschützer sieht Cloud-Gutachten kritisch

Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung bedeute der Entscheid aus Zürich nicht, dass der Gang in die Cloud unproblematisch sei, findet der kantonale Beauftragte in Basel-Stadt.

publiziert am 26.9.2022