All For One Steeb sieht Licht am Ende des Investitionstunnels

20. Dezember 2017, 15:07
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SAP S/4HANA und Cloud-Services kosten den SAP-Dienstleister heute Marge und sollen morgen mehr wiederkehrende Erlöse bringen

SAP S/4HANA und Cloud-Services kosten den SAP-Dienstleister heute Marge und sollen morgen mehr wiederkehrende Erlöse bringen.
Mit den Zahlen des Geschäftsjahrs 2016/17, das am 30. September zu Ende ging, zeigt sich All For One Steeb den Umständen entsprechend zufrieden. Dies zeigt sich basierend auf den Zahlen, die der SAP-Dienstleister an der Bilanzpressekonferenz präsentierten.
Man erzielte einen Umsatz von 300,5 Millionen Euro (plus 13 Prozent), davon sind 130,5 Millionen wiederkehrend. Cloud-Services und Outsourcing ist der wichtigste Erlöstyp (43 Prozent des Gesamtumsatzes, plus elf Prozent). Der Bereich Consulting erzielte 42 Prozent.
Weitere Kennzahlen: EBIT 20,1 Millionen Euro (plus sechs Prozent), EBT 19,4 Millionen Euro (plus 11 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern beträgt 13,1 Millionen Euro. Parallel wuchs die Anzahl Mitarbeiter im Geschäftsjahr auf 1476 (plus 174).
Man sei am Ende der Durstrecke, so das Unternehmen, das nach eigenen Aussagen Nummer eins im deutschsprachigen SAP-Markt ist.
"Connectivity ist Wachstumstreiber"
"Derzeit kosten uns die Anpassung unserer Branchenlösungen für die nächste SAP-Software-Generation, die Umstellung bei den Kunden auf Cloud-basierte IT und die Einführung von Fachbereichslösungen etwas Marge," berichtet CFO Stefan Land im Gespräch mit 'Bloomberg News'. Neben HANA und der Cloud-Infrastruktur schlagen Firmenübernahmen zu Buche.
Unter anderem meldet All For One Steeb, man habe über 110 SAP HANA Instanzen im Managed-Cloud-Betrieb und habe mehr als 50 Cloud-Neukunden während des Geschäftsjahres gewinnen können. Ja, die Connectivity zwischen der eigenen Private Cloud und den grossen Public Cloud Providern sei ein eigentlicher Wachstumstreiber, so die Präsentation. Auf der Liste der Neu-Kunden für ERP- und Cloud-Lösungen für SAP fehlen aber die weitherum bekannten Namen.
Im Geschäftsjahr 2017/18 erwartet All For One Steeb einen Umsatz zwischen 315 bis 325 Millionen Euro sowie ein EBIT zwischen 20,5 und 22 Millionen Euro.
Menschen, Devices und Geschäftsabläufe miteinander verknüpfen, das sei mehr denn je ein Business, zeigt sich All For One Steeb überzeugt. Natürlich sieht man SAP S/4HANA als Herz aller Firmen.
Dabei wollen die Deutschen weiterhin als Reseller von Lizenzen und Cloud-Abos, der eigenen Scope-Items-Bibliothek, Consulting und Support Geld verdienen.
Damit das klappt, gruppiert Steeb alle aktuellen Buzzwords und Business-Prognosen um SAP S/4HANA herum – von IoT über Machine Learning bis zu Design Thinking. Und man will weiter in die Entwicklung eigener SAP S/4HANA Branchen- und Zusatzlösungen investieren und das Cloud Service Portfolio ausbauen. Das Ziel: Wiederkehrende Einnahmen steigern.
Im Zentrum des Interesses stehen dabei laut der Präsentation Firmen mit 100 bis 10'000 Mitarbeitern und Branchenlösungen für den Maschinen-/Anlagenbau, Automobilzulieferer, die Konsumgüterindustrie sowie Service Provider. Schweizer Zahlen wurden keine präsentiert, All For One Steeb hat Schweizer Standorte in Regensdorf und St. Gallen. (mag)

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