Alle gegen E-Voting

16. März 2012, 15:35
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E-Voting ist in aller Munde. Nur - lohnt sich diese Diskussion überhaupt?

E-Voting ist in aller Munde. Nur - lohnt sich diese Diskussion überhaupt?
Das Thema E-Voting schlägt hohe Wellen. Nachdem wir diese Woche darüber berichtet haben, dass die Piratenpartei gemeinsam mit bekannten Politikern einen offenen Brief gegen das E-Voting-Experiment lanciert hatte, haben sich viele dazu geäussert - so auch Eric Dubuis, Professor an der Berner Fachhochschule Bern für Technik und Informatik und Vize-Präsident des Vereins "Swiss E-Voting Competence Center" und die Junge SVP.
Dubuis erklärte gegenüber 'Blick.ch', dass er den gesamten elektonischen Abstimmungsprozess anonymisiert offengelegt haben will. Somit könne man in Zukunft genau beobachten, ob es zu irregulären Eingriffen gekommen sei.
Im offenen Brief der Piratenpartei wird die Offenlegung des gesamten Quellcodes gefordert. Laut 'Blick.ch' ist die Bundeskanzlei diesen Anliegen nicht abgeneigt. Zurzeit werde über die Möglichkeiten diskutiert.
Die jungen Wilden
Ganz und gar nicht zufrieden mit E-Voting ist die Junge SVP Luzern. Sie beschreibt die elektronische Stimmabgabe in einer Medienmitteilung als ein "veritables Fiasko" und sähen es am liebsten, wenn es sofort eingestampft würde.
Von den rund 116'000 Stimmberechtigten, die ihre Stimme via Internet abgeben konnten, haben 19'229 ihre Stimme elektronisch eingelegt. Dies entspricht einer Stimmbeteiligung mit E-Voting von 16,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung in der Schweiz liegt normalerweise etwa bei 30 bis 60 Prozent. (lvb)

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