Alle investieren in "DevOps"

6. Februar 2015, 10:58
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Wenn es nach dem amerikanischen Software-Hersteller CA Technologies geht, werden in den nächsten 12 Monaten 71 Prozent der Schweizer Unternehmen in die Zusammenführung von IT-Entwicklung und -Betrieb investieren.

Wenn es nach dem amerikanischen Software-Hersteller CA Technologies geht, werden in den nächsten 12 Monaten 71 Prozent der Schweizer Unternehmen in die Zusammenführung von IT-Entwicklung und -Betrieb investieren. Der Aufbau sogenannter "DevOps-Kompetenzen" verspricht die Wettbewerbsfähigkeit in der heutigen App-Economy zu sichern und dem branchenübergreifenden Mangel an IT-Fachkräften, der sich bis 2020 noch verschärfen werde, entgegenzuwirken, hält die von CA bezahlte und Vanson Bourne durchgeführte Studie fest. Laut dem Schweizer CA-Chef Jürg Schleier habe man unter DevOps Methoden und Tools zu verstehen, die helfen, Entwicklungen schneller in die Produktion umzusetzen.
Inzwischen würden rund 77 Prozent der Schweizer Unternehmen, die DevOps anwenden oder das planen, Software und Services über mehrere Plattformen verfügbar machen respektive machen wollen. Konkret seien in der App-Economy digital vernetzte Mehrkanal-Lösungen eine wichtige Voraussetzung, um Kunden die gewünschten Services über ihre individuell bevorzugten Kanäle zur Verfügung zu stellen. Ob also beispielsweise via Mobilgerät, Selbstbedienungsportal oder Callcenter kommuniziert werden kann, spiele aus Kundensicht keine Rolle mehr. Hierbei biete DevOps die nötige Unterstützung. Weshalb denn auch 31 Prozent der hiesigen Firmen Mobilgeräte als treibenden Faktor für den Rückgriff auf DevOps genannt hätten. Ausserdem hätten 30 Prozent der Befragten Schweizer zunehmend komplexere Infrastrukturen angegeben, die teils physisch, teils virtuell und teils Cloud-basiert sind. 27 Prozent nennen die Notwendigkeit, Qualität und Leistungsfähigkeit der Anwendungen zu verbessern, als treibenden Faktor.
Gegen die Anwendung von DevOps stehen meist organisatorische Hindernisse, schreibt CA weiter. Bei 30 Prozent sind die Funktionen und Zuständigkeiten in Entwicklung und Betrieb nicht aufeinander abgestimmt und gleich viele Unternehmen sehen ungenügende DevOps-Kompetenz der Mitarbeiter als Problem an. Dennoch habe sich laut Studie gezeigt, dass Unternehmen, die bereits auf DevOps setzen, Neuerungen bei den Produkten und Dienstleistungen um 13 Prozent und die Nachfrage nach Software und Services um 23 Prozent gesteigert haben. Ausserdem hätten sie die Ausgaben für Entwicklung, Tests und Betrieb um 29 Prozent reduziert. Schweizer Unternehmen, die bereits auf die mögliche Beschleunigung der Entwicklung und des Lebenszyklusmanagement von Anwendungen setzen, seien zum Beispiel Leonteq und Postfinance, teilt CA mit.
Befragt wurden 1425 IT- und Geschäftsleiter von Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 500 Millionen Dollar aus 13 Ländern weltweit. Davon kamen 675 aus sechs europäischen Ländern, wobei die Schweiz mit 100 Befragten vertreten war. Die Studie belege eindeutig, dass auch in Schweizer Unternehmen die Schnelligkeit in der App-Economy entscheidend sei. Anwendungen, die zu langsam oder in schlechter Qualität bereitgestellt werden, könnten Kunden in die Arme der Konkurrenz treiben. Dieser Druck könne durch DevOps-Kompetenzen gemindert werden. (vri)

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