Alles parat für die neue Volkszählung

4. Februar 2011, 13:09
  • e-government
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Kantone und Gemeinden haben in ihre E-Gov-Plattformen investiert.

Kantone und Gemeinden haben in ihre E-Gov-Plattformen investiert.
Am vergangenen Montag haben alle Schweizer Kantone beziehungsweise 2584 Gemeinden die für die neue eidgenössische Volkszählung notwendigen Daten aus den Einwohnerregistern an das Bundesamt für Statistik übermittelt. Zwölf Kantone tun dies mit einer Plattform, wie sie etwa auch der Kanton Luzern betreibt. Erste Ergebnisse werden im August 2011 erwartet.
Mit dem neuen System der registerbasierten Volkszählung wurde die traditionelle, im Zehnjahresrhythmus durchgeführte Befragung der gesamten Bevölkerung abgelöst. Neu werden viele der demografischen Basisinformationen vierteljährlich aus den bestehenden amtlichen Registern der Gemeinden erhoben und jährlich ausgewertet. Nur noch ein kleiner Teil der Bevölkerung (rund 5%) muss in ergänzenden Stichprobenerhebungen schriftlich oder telefonisch befragt werden, um vertiefte Informationen zu Themen wie Arbeit, Mobilität, Pendlerverhalten, Sprache und Bildung zu erhalten.
In den vergangenen Jahren mussten die Kantone und Gemeinden stärker in E-Government investieren, um in der Lage zu sein, die Daten rechtzeitig zu liefern. IT-Dienstleister, die auf öffentliche Verwaltungen spezialisiert sind, wie etwa Bedag oder Elca, profitierten von dieser Erneuerungswelle. Der Kanton Luzern etwa hat eine Datenplattform (LuReg) geschaffen, die nicht nur den sicheren Datenaustausch zwischen Kanton und Bund ermöglicht, sondern auch verschiedene Register, darunter die kommunalen Einwohnerregister, zentral zusammenführt. Die Register werden täglich aktualisiert und können von berechtigten kantonalen und kommunalen Verwaltungsstellen und öffentlich-rechtlichen Anstalten für "gesetzlich verankerte Aufgaben genutzt werden", wie die Luzerner Staatskanzlei mitteilt.
Weitere Informationen zum neuen System der Volkszählung findet man hier. (mim)

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