Alltron kauft (endlich) Trade Up

8. Dezember 2010, 14:28
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Roland Bracks Competec-Gruppe steigert den Umsatz und schnappt sich den Software-Disti Trade Up. Dessen Ex-Besitzer Samuel Angehrn gründet einen neuen Lizenz-Disti.

Roland Bracks Competec-Gruppe steigert den Umsatz und schnappt sich den Software-Disti Trade Up. Dessen Ex-Besitzer Samuel Angehrn gründet einen neuen Lizenz-Disti.
"Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört", hätte Willy Brandt gesagt. Im aargauischen Mägenwil kommt es nämlich zu einem Zusammenschluss zweier Unternehmen, die man eigentlich schon seit Jahren als zusammengehörig wahrgenommen hat: Roland Bracks Distributor Alltron hat heute den Kauf sämtlicher Aktien des Software-Distis Trade Up per 1. Januar 2011 bekannt gegeben. Das Trade-Up-Geschäft wird unter dem Namen Alltron weitergeführt. Alltron übernimmt durch die geplante Fusion alle Verträge, Forderungen und Verbindlichkeiten.
Trade Up gehörte seit dem Sommer 2006. Trade Up zügelte darauf hin im Oktober 2005 an die Hintermättlistrasse 3 in Mägenwil – also dorthin, wo Alltron zuhause ist. In den letzten Jahren wurden Logistik, RMA und Backend-Systeme gemeinsam betrieben. Roland Brack betont heute, dass seine Competec-Gruppe bislang keine Anteile an Trade Up besass. "Es war bisher nur eine Partnerschaft", so Brack. Den Kaufpreis für Trade Up wollte er nicht nennen.
Da beide Unternehmen praktisch schon zusammengeschlossen sind, wird sich nicht viel ändern. Alltron übernimmt alle 15 Mitarbeitenden, nur die beiden Angehrn-Brüder, Samuel und Daniel, werden das Unternehmen verlassen. Samuel Angehrn behält die Markenrechte von Trade Up und wird sie für sein neues Unternehmen Yousoft verwenden. Wie er in einem Brief an die Kunden schreibt, wird sich Yousoft als Spezialdistributor auf den Vertrieb von elektronischen Software-Lizenzen fokussieren. Betont wird, dass Yousoft von Competec unabhängig und im Eigentum des Geschäftsführers ist.
Die Competec-Gruppe beschäftigt mittlerweile über 400 Personen. Im vergangenen Jahr habe man logistisch einiges umstellen müssen, wie Brack sagt. "Wir waren gefordert, unsere Lieferversprechungen einzuhalten." Trotzdem habe man hie und da kleinere Firmen zugekauft. Der Umsatz wuchs nicht mehr so stark wie im Vorjahr, als er um 20 Prozent auf 300 Millionen stieg. "Wir werden dieses Jahr wohl ein Wachstum von 10 bis 20 Prozent haben", sagt Brack. "Dieses Jahr fehlte der Windows-7-Effekt, deshalb war das vierte Quartal nicht mehr so ausserordentlich stark wie jenes 2009." Gleichzeitig kämpfe man weiterhin mit einem anhaltenden Preiszerfall, so Brack. (Maurizio Minetti)

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