Also-Actebis: Deutschland-Chef geht

28. Juli 2011, 08:03
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Gewinnrückgang im ersten Halbjahr.

Gewinnrückgang im ersten Halbjahr.
Der paneuropäische Distributor Also-Actebis gab heute Morgen die Zahlen des ersten Halbjahres bekannt. Während die Nachfrage im Firmenkundengeschäft leicht zugenommen habe, sei die die Nachfrage im Consumergeschäft rückläufig.
Dabei wurde ein weiterer Abgang an der Spitze bekannt, nachdem bereits in den vergangenen Monaten einige Manager den Disti verlassen hatten: Der langjährige Also-Deutschland-Chef Michael Dressen verlässt das Unternehmen per Ende Juli. Gustavo Möller-Hergt, COO der Gruppe, übernimmt per 1. August 2011 die Verantwortung für die Region Deutschland und wird somit Dressens Nachfolger.
Weiter verlässt Laisvunas Butkus, Verantwortlicher für die Region Baltikum, den Konzern spätestens per 30. September 2011. Nach seinem Weggang berichten die Länderverantwortlichen der baltischen Staaten direkt an die Konzernleitung.
Reingewinn deutlich gesunken
Für das erste Semester weist der Disti einen Umsatz von 2,85 Milliarden Euro aus, was auf vergleichbarer Basis etwa dem Umsatz der damals noch getrennten Firmen im Vorjahr entspricht. Der Reingewinn sank im Jahresvergleich allerdings von 12 auf 7,4 Millionen Euro. Der EBITDA verminderte sich auf vergleichbarer Basis auf 36,2 Millionen von 39,3 Millionen Euro. Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren resultierte ein EBITDA von 41,9 Millionen sowie ein Halbjahresgewinn von 15,9 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr wird nun ein EBITDA von 85 bis 95 Millionen Euro beziehungsweise ein Konzerngewinn von 22 bis 28 Millionen Euro erwartet.
In Zentraleuropa (Deutschland, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Österreich) betrug der Umsatz 2,18 Milliarden Euro, das EBITDA 32,6 Millionen Euro.
Kosten der Fusion
Aufgrund der geringen regionalen Überschneidung innerhalb des neuen Konzerns habe sich die Integration auf die Märkte in Norwegen und Deutschland konzentriert. In Norwegen seien sowohl logistische und IT-Infrastruktur- als auch Personalmassnahmen bereits zum 1. Juni 2011 Abgeschlossen worden. In Deutschland würden diese Massnahmen vor Ende des Jahres beendet. Ein
Grossteil der Personalmassnahmen sei bereits zum Ende Juni umgesetzt worden. Ebenfalls wurden alle Zentralfunktionen harmonisiert. Insgesamt resultierten daraus Sonderkosten in Höhe von 5,2 Millionen Euro. (mim)

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