Also in Zentraleuropa stark

22. April 2013, 10:04
  • also
image

Während der Distributionskonzern in Nord- und Ost-Europa-Markt schwächelt, wurde in Zentraleuropa fast 14 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahresquartal.

Während der Distributionskonzern in Nord- und Ost-Europa-Markt schwächelt, wurde in Zentraleuropa fast 14 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahresquartal.
Mit einem Gewinn von 10,7 Millionen Euro ist der paneuropäische Also-Konzern laut einer Meldung von heute "solide" ins Jahr 2013 gestartet: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent von 1,477 Milliarden Euro auf 1,598 Milliarden Euro. Damit seien die Erwartungen sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz erfüllt worden, heisst es weiter, obwohl der Gewinn vor Steuern (EBT) von 18 auf 15,3 Millionen Euro sank.
Positiv habe Zentraleuropa (Deutschland, Frankreich Holland, Österreich, Schweiz) mit einem Umsatzzuwachs von 1,096 auf 1,245 Milliarden Euro beigetragen, während der Nord- und Osteuropa-Markt (Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Norwegen, Schweden) von 415,9 Millionen Euro auf 395,5 Millionen Euro schrumpfte. Im Vorjahr waren aufgrund der Flutkatastrophe von 2011 in Thailand insbesondere bessere Margen bei den Festplatten die Folge gewesen. Die Normalisierung dieser Margen habe "einen signifikanten Ergebnisrückgang" zur Folge gehabt. Ausserdem weise diese Marktregion einen hohen Retail-Anteil aus, weshalb der Umsatzrückgang hier besonders ausgeprägt gewesen sei. Denn die Nachfrage im Consumer-Bereich habe sich hier reduziert, was zu hohen Lagerbeständen und damit zu rückläufigen Bestellungen in der Distribution geführt habe, heisst es zur Begründung.
In Zentraleuropa habe man dagegen unter anderem von der "starken Nachfrage im Bereich Mobility (Smartphones und Tablets)" profitieren können, was zu dem Umsatzschub beigetragen habe, schreibt Also. In dieser Region habe man denn auch die Marktposition behaupten und Marktanteile hinzugewinnen können.
Insgesamt geht man in Emmen davon aus, dass sich der ICT-Sektor 2013 "leicht positiv entwickelt", auch wenn das "Marktumfeld im Geschäftsjahr 2013 herausfordernd" bleibe. Also werde deshalb weiter an seinem Optimierungsprogramm MORE (Maintain, Optimize, Reinvent, Enhance) festhalten. Dabei geht es um eine Straffung der Führung, verkürzte Entscheidungswege, verstärkte Nutzung von Synergien und auch die weitere Konsolidierung der diversen eingesetzten IT-Plattformen. Neben diesen Bemühungen um Effizienzsteigerung werde man aber "weiter konsequent auf profitables Wachstum" ausgerichtet bleiben.
Offensichtlich ist es aber erneut schwierig, den Markt genauer einzuschätzen und man fährt auf Sicht. Denn für das Gesamtjahr könne man derzeit keine verlässlichen Gewinnprognosen machen, teilt der Konzern mit. (vri)

Loading

Mehr zum Thema

image

Cisco zeichnet seine Schweizer Partner aus

Von Also bis Swisscom: Cisco hat am Partner Summit in zahlreichen Kategorien Awards an Schweizer Unternehmen verliehen.

publiziert am 7.11.2022
image

Also will für bis zu 100 Millionen Euro Aktien zurückkaufen

Der Distributor lanciert einen Aktienrückkauf. Also-Konzernchef Möller-Hergt hält die Papiere derzeit für unterbewertet.

publiziert am 9.8.2022
image

Driton Deda wird neuer CCO von Also Schweiz

Als Chief Customer Officer folgt er auf Tom Brunner, der neue Aufgaben beim Distributor übernimmt.

publiziert am 26.7.2022
image

Also erzielt im ersten Halbjahr 2022 weniger Umsatz und Gewinn

Der Luzerner Distributor leidet im Supply-Bereich, kann den Rückgang aber teilweise mit dem Solutions- und Services-Geschäft kompensieren.

publiziert am 20.7.2022