Also scharf auf holländische IT-Gruppe

18. Dezember 2012, 10:51
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Also-Actebis möchte eine Mehrheit bei der Saphin-Gruppe übernehmen. Zu Saphin gehören neben einem Disti auch ein VAR, ein Print-Dienstleister und ein Kunststoffhändler.

Also-Actebis möchte eine Mehrheit bei der Saphin-Gruppe übernehmen. Zu Saphin gehören neben einem Disti auch ein VAR, ein Print-Dienstleister und ein Kunststoffhändler.
Der Distributor Also-Actebis hat gestern Abend bekannt gegen, dass er eine Mehrheitsbeteiligung an der holländischen Unternehmensgruppe Saphin erwerben wolle. Eine entprechende Absichtserklärung sei unterzeichtnet, die Verhandlungen aber noch im Gang.
Saphin wurde 1995 gegründet, hat einen Jahresumsatz von zuletzt 780 Millionen Euro und gehört laut der äusserst knappen Mitteilung von Also-Actebis zu den Top-3-Distis in Holland. Das ist allerdings nicht ganz präzise: Saphin ist eigentlich ein Investment-Unternehmen, das an mehreren Unternehmen beteiligt ist.
Zu den beiden Hundert-Prozent-Töchtern gehört der IT-Distributor Alpha International. Dieser vertritt Marken wie HP, Lexmark, Epson und Canon. Das Hauptquartier befindet sich in Holland, der Disti ist aber auch in Deutschland und Grossbritannien vertreten. Die zweite Hundert-Prozent-Tochter ist Scholten Awater. Der hauptsächlich im Unternehmensgeschäft tätige Value-Added-Reseller ist gemäss der Saphin-Website einer der grösseren IT-Reseller in den Niederlanden. Daneben hält Saphin noch eine 50-Prozent-Beteiligung am Managed-Print-Service-Spezialisten OSN sowie eine 60-Prozent-Beteiligung am Kunststoffhändler Coops Kunststoffen.
Heisses Eisen
Leider will Also-Actebis während den laufenden Verhandlungen keinerlei weitere Fragen zu diesem Deal beantworten.
Eine solche Frage wäre, was Also-Actebis nach einer Mehrheitsübernahme bei Saphin mit den Nicht-Distributionsunternehmen der Gruppe anfangen würde. Ein Kunststoffhändler scheint uns nicht so recht zum paneuropäischen IT-Distributor zu passen. Die Übernahme eines Managed-Print-Service-Spezialisten würde dagegen der aktuellen Strategie entsprechen. In der Schweiz hat Also erst kürzlich den Print-Dienstleister NRS aufgekauft.
Ein eigentlicher IT-Reseller wie Scholten Awater als Tochter des Distis dürfte dagegen beim Verhältnis zu den Kunden, den anderen Resellern, ein wesentlich heisseres Eisen darstellen. (Hans Jörg Maron)

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