Also schrumpft in der Schweiz und wächst in Deutschland

11. August 2005, 08:55
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3-Millionen-Franken Rechtsstreit mit Lieferanten

3-Millionen-Franken Rechtsstreit mit Lieferanten
Der helvetisch-deutsche Distributor Also hat ein durchmischtes Halbjahr 2005 hinter sich. Trotz brutalem Preis- und Margenzerfall konnte der Klassenprimus den Umsatz um 9 % steigern. Vor allem in Deutschland, wo man den Absatz um 36 % gesteigert hat, hat Also offensichtlich der Konkurrenz (Tech Data) massiv Marktanteile abgeluchst. In der Schweiz hingegen sank der Umsatz zum ersten Mal seit Jahren um 8 Prozent auf 476 Mio. Franken. Nach Steuern blieb bei einem Gesamtumsatz von 909,6 Mio. Franken ein Reingewinn von 6,4 Millionen Franken hängen (Vorjahr: 10,8).
Der Umsatzverlust in der Schweiz dürfte zu einem rechten Teil dem massiven Preiszerfall bei Bildschirmen, Notebooks und PCs zuzuschreiben sein. Der Umsatz im Supplygeschäft (ACS Trading) ist gemäss Also im 1 HJ 05 "zweistellig" gewachsen, während das Logistik-Geschäft (Swisscom, Sunrise, Orange, T-Systems) gemäss Also stabil blieb.
Rückstellungen wegen Rechtsstreit
Aufgrund einer rechtlichen Auseinandersetzung mit einem Lieferanten musste Also 2,9 Millionen Franken zurück stellen. Also-Sprecherin Maya von Krannichfeldt wollte nicht sagen, um welchen Lieferanten es sich handelt und worum es bei dieser Auseinandersetzung geht: "Von uns aus gesehen, sind wir im Recht. Doch man muss auch betriebswirtschaftlich denken. Ein Rechtsstreit könnte sich über Jahre hinausziehen", liess sie sich einzig entlocken.
Also erwartet für das laufende Jahr einen Reingewinn zwischen 15 und 17 Millionen Franken. Selbst unter Berücksichtigung der einmaligen Sonderkosten wäre dies weniger als die 21,2 Millionen Franken von 2004. (Christoph Hugenschmidt)

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