Also: Stark in Deutschland und der Schweiz, Probleme in Skandinavien

19. Februar 2007, 15:20
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Der paneuropäische Distributor mit Schweizer Wurzeln legt weitere Expansionspläne auf Eis.

Der paneuropäische Distributor mit Schweizer Wurzeln legt weitere Expansionspläne auf Eis.
Die Geschäftsergebnisse des unterdessen paneuropäischen Distributors Also Holding wurden - wie bereits in einer "Gewinnwarnung" angekündigt - durch hohe Verluste bei der zugekauften skandinavisch/osteuropäischen Tochter GNT massiv beeinträchtigt. Dies zeigte sich an der Bilanzmedienkonferenz des Also Konzerns heute Morgen in Zürich.
Bei einem Jahresumsatz von 3,277 Milliarden Franken, in dem die GNT-Zahlen für vier Monate enthalten sind, resultuierte ein Konzerngewinn von 12,2 Millionen. Vor einem Jahr waren es trotz des Microsoft-Abschreibers noch 17,1 Millionen gewesen. Die Ursachen für den massiv gesunkenen Gewinn lagen ausschliesslich bei GNT, wo im November und Dezember 06 ein Verlust von 11,6 Millionen Franken eingefahren wurde.
Dieses Jahr soll aber alles besser werden. Also-Chef Thomas Weissmann prognostizierte einen Umsatz von knapp fünf Milliarden Franken und einen Reingewinn von 30 Millionen. Dass Weissmann bereits im Februar eine Gewinnprognose abgibt, ist untypisch und soll offenbar verunsicherte Aktionäre beruhigen.
In den "alten" Also-Ländern Schweiz und Deutschland lief das Geschäft hingegen sehr gut. In Deutschland konnte der Umsatz um sagenhafte 34 Prozent (Lokalwährung) auf 991 Millionen Franken gesteigert und der Gewinn sogar mehr als verdoppelt werden. Also Schweiz steigerte den Umsatz zwar "nur" um ein Prozent (auf eine Milliarde Franken) und verlor im Kernsortiment gar fünf Prozent Umsatz - etwas weniger als der Markt, der etwa um sieben Prozent schrumpfte. Doch in den lukrativeren Wachstumsfeldern (Highend-Distribution, Verbrauchsmaterial, Logistik-Dienste) legte Also Schweiz um 17 Prozent zu.
Weitere Expansion auf Eis gelegt
Mit den Problemen bei GNT hat man bei der Also Holding in Kriens offenbar genug zu tun. Weitere Übernahmen, die letzten Sommer noch in Aussicht gestellt wurden, sind nun "auf der Zeitachse nach hinten gerutscht", wie Weissmann sagt. Auch von einer allfälligen Kapitalerhöhung ist nicht mehr die Rede. Dazu gebe es vorläufig keine Pläne mehr, sondern es gelte nun die Bilanzstruktur zu verbessern. (Christoph Hugenschmidt)
Einen ausführlicheren Bericht (Anmeldung nötig).
(Interessenbindung: Also ist als 'Gold-Sponsor' ein wichtiger Partner unseres Verlags).

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