Also verspricht höheren Jahresgewinn trotz Actebis-Übernahme

19. Oktober 2010, 15:43
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    Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres weist der Schweizer Disti erneut erfreuliche Zahlen aus und will im Gesamtjahr einen Gewinn von 22 bis 25 Millionen Franken erzielen.

    Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres weist der Schweizer Disti erneut erfreuliche Zahlen aus und will im Gesamtjahr einen Gewinn von 22 bis 25 Millionen Franken erzielen.
    Der mehrheitlich zum Schindler-Konzern gehörende IT-Distributor und Logistiker Also hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres bei stabil gebliebenem Umsatz den Gewinn stark steigern können. Im letzten Jahr hatte Also noch mit schrumpfenden Umsätzen bekannt gemachten Fusion mit Actebis zu tun, die nach wie vor "planmässig" verlaufe. Also betont, dass der geplante Zusammenschluss noch vor Ende 2010 abgeschlossen sein soll.
    Der Umsatz lag mit 2,966 Milliarden Franken auf Vorjahresniveau, wäre in Lokalwährung aber um sechs Prozent gewachsen. Für das gesamte Jahr 2010 rechnet Also trotz der Sonderkosten für den Actebis-Zusammenschluss mit einem Konzerngewinn von 22 bis 25 Millionen Franken. Im schwierigen Jahr 2009 waren es noch 15 Millionen Franken gewesen.
    Skeptisch angesichts der gegenwärtigen Konjunktur ist man bei Also, weil im Gegensatz zum ersten Halbjahr 2010 die Nachfrage nach IT-Produkten im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr in weiten Teilen Europas leicht zurückging. Bemerkbar habe sich das besonders im Privatkundengeschäft gemacht. In der Schweiz und Deutschland lag die Nachfrage nach IT-Produkten im dritten Quartal im Firmengeschäft über dem Vorjahreswert, im Geschäft mit Privatkunden jedoch nur auf Vorjahresniveau, konkretisiert Also. Der Konzerngewinn sei in den ersten neun Monaten gegenüber der Vorjahresperiode um neun Prozent auf 16,3 Millionen Franken gestiegen, teilt Also mit. Der Betriebsgewinn habe aber vor allem aufgrund etwas niedrigerer Bruttomarge und wegen des schwachen Euro mit 31,1 Millionen Franken unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode gelegen.
    Etwas anders sehe es in Nord- und Osteuropa aus. Dort ist die Nachfrage nach IT-Produkten im dritten Quartal in Finnland und Norwegen sowohl im Firmen- als auch im Privatkundengeschäft leicht gestiegen, heisst es in der Mitteilung weiter. In den baltischen Staaten habe man von der steigenden staatlichen Nachfrage profitiert, wobei aber auch hier das Privatkundengeschäft auf dem tiefen Vorjahresniveau stagniere. Auch hier sanken die Umsätze in den ersten neun Monaten währungsbedingt um drei Prozent auf 895 Millionen Franken. Allerdings hätte am in Lokalwährung ein Umsatzplus von fünf Prozent ausweisen können. Immerhin haben Betriebsgewinn und der Gewinn vor Steuern die Vorjahresperiode deutlich übertroffen. (vri)

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