Also wächst in der Schweiz

26. Juli 2018, 09:55
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Der Disti konnte den Umsatz im ersten Halbjahr steigern. Ausgaben für Struktur­optimierungen belasteten den Gewinn.

Der Disti konnte den Umsatz im ersten Halbjahr steigern. Ausgaben für Strukturoptimierungen belasteten den Gewinn.
Der Also-Konzern konnte den Umsatz bei stabilen Marktanteilen im ersten Halbjahr 2018 um 1,2 Prozent auf 4,18 Milliarden Euro steigern. Der Gewinn belief sich auf 27 Millionen Euro, nach 36,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mitteilt. Ausgaben für die Optimierung der Struktur und Währungseffekte hätten den Gewinn belastet.
In der Region Zentraleuropa (DACH und Frankreich) ging der Umsatz um 2,2 Prozent auf 2,49 Milliarden Euro zurück. Der Disti habe insbesondere in Deutschland bewusst auf Aufträge verzichtet, deren Profitabilität fraglich gewesen sei, so die Mitteilung. Die EBT-Marge liegt unverändert bei 1,3 Prozent. Hier seien Restrukturierungskosten enthalten. Diese Kosten hätten dank einer Umsatz- und Gewinnzunahme in der Schweiz teilweise kompensiert werden können.
Der Konzern bestätigt seine mittelfristigen Ziele: Also strebt ein Umsatzwachstum auf zehn bis 14 Milliarden Euro pro Jahr sowie eine EBITDA-Marge von 2,1 bis 2,6 Prozent an. Der Anteil von Solutions soll dabei rund 30 Prozent betragen und im as-a-Service-Bereich werden rund zehn Prozent angestrebt. Die genauen Verhältnisse, so die Mitteilung, werden von der Gewichtung allfälliger Übernahmen abhängen.
Also will "schlanker" werden
"Unsere Investitionen in ein einheitliches ERP-System (SAP), in CRM-Software und in eine Business-Intelligence-Plattform ermöglichen es dem Transformation Team, Effizienzmassnahmen schneller als erwartet umzusetzen", sagt CEO Gustavo Möller-Hergt. Der Konzernchef schätzt, dass mit einem einmaligen Einsatz von rund zwölf bis 15 Millionen Euro Einsparungen in Höhe von 25 bis 30 Millionen Euro ab dem zweiten Halbjahr 2019 erzielt werden können. "Wir erwarten in den nächsten sechs Monaten bereits erste positive Effekte", führt Möller-Hergt aus.
Nach der Harmonisierung der IT-Systeme sollen Administrationsfunktionen wie Produktmanagement oder Auftragserfassung optimiert werden. Damit "verschlanke das Unternehmen seine Prozesse", schreibt der Disti.
Gleichzeitig sollen nationale Vertriebsorganisationen gestärkt werden. Unter anderem sollen Kompetenzen für neue Produktekategorien, beispielsweise 3D-Printing und IoT, aufgebaut und erweitert werden. (kjo)

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