Also zahlt Bussen für verbockte Lieferungen

3. Mai 2010, 16:37
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Ab sofort fünfzig Franken "Aufwandentschädigung" für Kommissionierfehler.

Ab sofort fünfzig Franken "Aufwandentschädigung" für Kommissionierfehler.
Der Emmener Disti Also hat grosses Vertrauen in seine Logistik: Ab sofort zahlt der grösste IT-Zwischenhändler der Schweiz seinen Kunden fünfzig Franken Aufwandentschädigung, falls es bei einer Lieferung zu einem Kommissionierungsgfehler kommt, also wenn zuwenig, zu viele oder falsche Artikel ausgeliefert werden. Also bezeichnet dies als Novum in der Distributionsbranche, und auch uns ist gegenwärtig kein anderer Disti im In- oder Ausland bekannt, der routinemässig Entschädigungen für Fehllieferungen bezahlt.
Falsche Lieferungen und der mehr oder weniger effiziente Umgang damit seitens der Distis waren in der Vergangenheit immer wieder einer der Anlässe, die bei Resellern zu viel Ärger führten. Einerseits führen sie zu grossen Umtrieben und andererseits schaden sie dem Image bei den Endkunden.
Das gleiche gilt aber auch für die Distis selbst, auch bei ihnen führen Lieferfehler zu Imageschäden und (angesichts der knappen Margen) schmerzhaftem Mehraufwand. Die Versicherung von Also-Schweiz-Chef Marc Schnyder, dass die Aktion nicht nur eine Marketingaktion sei, sondern dass man so vor allem auch die eigene Logistik weiter verbessern wolle, scheint daher daher plausibel.
Mit der Inbetriebnahme des neuen Logistikcenters "LOG2009" habe Also bereits eine Fehlerquote von weniger als 0,1 Prozent erreicht, so Schnyder. Diese soll noch weiter, wenn möglich sogar auf Null, gedrückt werden. "Mit der Aussicht auf eine Entschädigung möchten wir unsere Kunden dazu motivieren, uns im Falle eines Problems detailliert zu informieren. Das ist unsere Chance, aus dem Fehler zu lernen und diesen nicht zu wiederholen“, so Marc Schnyder. "So gesehen investieren wir durch die Entschädigung gleichzeitig in die Erhöhung unseres Qualitätsstandards". (Hans Jörg Maron)
(Interessenbindung: Also ist Werbekunde unseres Verlags.)

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