Altorfer und Studerus auf Multimedia-Pfaden

22. August 2005 um 07:37
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Martin Altorfer an hat eine neue Firma gegründet – Frank Studerus ist (stiller) Teilhaber.

Martin Altorfer an hat eine neue Firma gegründet – Frank Studerus ist (stiller) Teilhaber.
Nachdem Martin Altorfer kürzlich seine Security-Firma Celeris an Swisscom verkauft hat, engagiert er sich nun im Multimedia-Bereich. Unter dem Namen replica hat er in Rapperswil eine Firma gegründet, die ihren Kunden die Konvertierung von Audio CDs in MP3-Dateien als Dienstleistung anbietet. Als stiller Teilhaber ist mit Frank Studerus auch ein weiterer bekannter Name aus der Schweizer IT-Szene dabei. replica beschäftigt gegenwärtig vier Mitarbeitende, Geschäftsführer ist Martin Altorfer selbst.
Die eigene Musiksammlung zu digitalisieren ist eine mühsame und zeitaufwendige Sache – das ist die Geschäftsidee, die hinter replica steckt. Für 2 Franken 90 pro CD (ab 200 CDs wird es etwas billiger) übernimmt die Firma das Kopieren ("Ripping") der CDs, die Umwandlung ins MP3-Format sowie die elektronische Beschriftung (Interpret, Stil usw.) der Songs und brennt die Files dann auf DVDs. Ab dem ersten Quartal 2006 möchte replica den gleichen Service auch für Vinyl-Schallplatten anbieten können.
Gesetzeslage (noch) günstig
replica kopiert alle CDs, auch solche, die mit Kopierschutzmassnahmen versehen sind. "Technisch gesehen gab es bis anhin keine CD, welche wir nicht einlesen konnten", meinte dazu Martin Altorfer gegenüber inside-channels.ch. Des Weiteren beruft er sich auf die heute noch geltenden Gesetze: "In der Schweiz ist es nach unseren Recherchen (noch) nicht illegal kopiergeschützte CDs für den Eigengebrauch zu vervielfältigen. Solange sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht ändern, werden wir auch weiterhin alles konvertieren. Wichtig ist lediglich, dass es sich um eine Original-CD handelt. Deshalb wird vor dem Einlesen jede einzelne CD fotografiert."
Für das zweite Quartal 2006 plant replica übrigens noch eine weitere, interessante Dienstleistung: Kunden sollen von überall her auf ihre Musiksammlungen zugreifen können. Dazu erwerben sie ein Archiv-Abo, so dass replica die konvertierten CDs speichern darf. Die Stücke können dann in einer wählbaren Bandbreite zum Kunden gestreamt werden, man muss sie also nicht zuerst herunterladen.. (Hans Jörg Maron)

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