Amazon-Ausfall war kein Angriff von Wikileaks-Sympathisanten

13. Dezember 2010, 09:31
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Der Online-Händler Amazon kämpfte am Sonntagabend mit Ausfällen seiner europäischen Webseiten.

Der Online-Händler Amazon kämpfte am Sonntagabend mit Ausfällen seiner europäischen Webseiten. So waren die Shoppingseiten für Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und Italien nicht mehr erreichbar. Gegen 23 Uhr konnte Amazon das Problem lösen. Dabei habe es sich um einen Hardware-Defekt im europäischen Amazon-Rechenzentrum in Dublin gehandelt, teilte das Unternehmen mit.
Diverse Medien berichteten, dass es sich dabei um einen Angriff der Gruppe "Anonymous" handeln könnte, die auch für die DDoS-Attacken auf die Seiten von PostFinance, Paypal, Mastercard oder Visa verantwortlich ist. Die Wikileaks-Sympathisanten hatten vor einigen Tagen zwar zuerst verlauten lassen, die Webseiten des Online-Händlers lahmlegen zu wollen, da der Anbieter Wikileaks von seinen Cloud-Servern verbannt hat. Kurze Zeit später hiess es allerdings, dass man die Seiten nicht angreifen werde, da man befürchte, zuwenig Computer im Botnetz zu haben, um die Server von Amazon lahmzulegen. Dass mehrere Länderseiten gleichzeitig nicht mehr erreichbar waren, die US-Seite von Amazon aber weiter ohne Probleme funktionierte, deutete allerdings bereits früh darauf hin, dass es sich um keinen Angriff von "Anonymous" handelte. (bt)

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