Amazon patentiert das fliegende Warenhaus

29. Dezember 2016, 15:43
  • innovation
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Der Handelsgigant will Kunden nicht nur aus der Luft beliefern, sondern die Waren auch fliegend lagern.

Der Handelsgigant Amazon will Kunden nicht nur aus der Luft beliefern, sondern die Waren auch fliegend lagern.
Mitte Dezember hat Amazon erstmals eine Bestellung eines Kunden mit Hilfe einer vollautomatischen Drohne ausgeliefert. Ein in den USA eingereichtes Patent zeigt nun, dass Amazon noch viel weiter gehen will, sehr viel weiter.
Eine Illustration zeigt den Einsatz eines umherstreifenden Zeppelins, genannt "luftgetragenes Erfüllungszentrum" ("airborne fulfillment center", AFC). Der entsprechende Patentantrag aufgefallen ist. Die AFCs würden mit einem gewissen Inventar bestückt hoch in der Luft an einem Ort schweben, wo Amazon bald einen Anstieg bei bestimmten Produkten erwartet. Als Beispiel nennt das Unternehmen grosse Sport-Anlässe. Wird eine Bestellung ausgelöst, würden dann kleinere Flugobjekte die gewünschten Waren wie Snacks oder Souvenirs innert Minuten liefern können. Das ganze soll natürlich voll automatisch von Computern und Software erledigt werden.
Neben dem "Mutterschiff" und den kleineren Liefer-Flugobjekten tauchen im Patentantrag noch Suttles auf, die auch Menschen zum AFC und zurück transportieren können. Diese könnten eingesetzt werden um die AFCs neu zu bestücken, ohne dass diese landen müssen.
Die einzelnen Flug-Einheiten sollen an ein ERP-System und weitere Software angeschlossen sein. Menschen auf dem Boden oder auch in der Luft können so die Lieferungen und das Inventar überwachen. Auf Anfrage von 'TechCrunch' hat sich das Unternehmen nicht dazu geäussert, wie weit die Zeppelin-Pläne fortgeschritten sind, ob es bereits ein Launch-Termin gibt oder ob es sich bei den AFCs noch um ferne Zukunftsmusik handelt. (kjo)

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