Amazon verschmäht die Schweiz

7. September 2012 um 10:15
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Offiziell gelangen die gestern lancierten neuen Kindle-Fire-Tablets nicht in die Schweiz. Inoffiziell aber schon.

Offiziell gelangen die gestern lancierten neuen Kindle-Fire-Tablets nicht in die Schweiz. Inoffiziell aber schon.
Amazon hat gestern neue Modelle des "Kindle Fire" genannten Tablets sowie neue Kindle-E-Book-Reader vorgestellt. Im Vorfeld der Veranstaltung gab es Gerüchte, wonach Amazon auch ein Smartphone lancieren könnte. Doch dafür scheint es noch zu früh. Die neuen Tablets, die Amazon angekündigt hat, bieten viele Verbesserungen und werden zu Kampfpreisen angeboten.
Das ursprüngliche Kindle Fire mit 7-Zoll-LCD, das im Herbst 2011 das Licht der Welt erblickte, soll nach einer Verjüngungskur für nur noch 159 Euro angeboten werden. Die Preise für die neuen Modelle beginnen bei 199 Euro. Wir nennen hier Euro-Preise, weil die Geräte hierzulande offiziell nicht erhältlich sein werden. Das war schon bei der ersten Kindle-Fire-Version so. Eine Amazon-Sprecherin hat gegenüber 'Tagesanzeiger.ch/Newsnet' bestätigt, dass das Kindle Fire HD aktuell nur über Amazon.de angeboten werde. Die Schweizer müssen sich weiter mit dem als E-Book-Reader konzipierten normalen Kindle zum Preis von 95 Franken begnügen. Immerhin hat der Fachhandel - namentlich Brack.ch - bereits zu verstehen gegeben, die neuen Amazon-Tablets über Umwege in die Schweiz zu holen. "Wir nehmen diese Tablets auf, das dauert zwei bis drei Wochen“, wird Pressesprecher Daniel Rei zitiert. Digitec habe ähnliche Pläne.
Auch die Nachbarn gucken teils in die Röhre
Leer ausgehen müssen aber teilweise auch die Deutschen, wenn sie die jetzt von Amazon-Chef Jeff Bezos angekündigte grössere Version des Kindle Fire HD mit 8,9-Zoll-Display und der Auflösung von 1'920 x 1'200 Pixel haben wollen. Denn das Gerät zum Preis von 299 Dollar soll zunächst nur den USA vorbehalten sein. 200 Dollar wird die LTE-Version mit 32 GB grossem Speicher kosten, zuzüglich 49,99 Dollar pro Jahr für einen LTE-Tarif mit einem monatlichen Datenvolumen von 250 MB, was allerdings angesichts der mit Long Time Evolution (LTE) möglichen Datenübertragungsrate etwas wenig erscheint.
Der neue E-Book-Reader, der wegen der integrierten Beleuchtung den Namenszusatz "Paperwhite" verpasst bekommen hat, soll laut Bezos eine so hohe Akku-Laufzeit versprechen, dass er bei ständiger laufender Beleuchtung acht Wochen lang ohne Netzstrom auskommt. Auch das Gerät wird zunächst, zumindest offiziell, nicht nach Mitteleuropa kommen - auch nach Deutschland nicht - und soll in den USA zu Preisen ab 119 Dollar auf den Markt kommen. (kh)

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