Amazon will, dass Alexa den Haushalt verlässt

26. September 2019, 14:43
  • international
  • amazon
  • vendor
image

Die Lautsprecher sind klein, aber gehaltvoll.

Die Lautsprecher sind klein, aber gehaltvoll. Die Brillen ohne Glas. Im Ohr sollen wir besser hören: So stellt sich das Amazon vor.
Amazon startet eine Smarthome-Offensive und will seine Sprachassistentin Alexa noch stärker im Alltag der Nutzer verankern. Mit neuen Ohrhörern sowie experimentellen Geräten wie einer Brille und einem Ring will der Konzern Alexa zudem auch ausserhalb des Haushalts etablieren.
Hier ist Amazon bisher im Hintertreffen gegen Alexa-Rivalen wie Apples Siri und dem Google-Assistant. Es gehe darum, die Assistenzsoftware für die Nutzer immer und überall verfügbar zu machen, betonte Alexa-Chef Tom Taylor.
Alexa soll auch deutlich schlauer werden. So werde die Software künftig zum Beispiel warnen können, wenn die Batterien in einem vernetzten Gerät oder die Tinte im Drucker zur Neige gehen.
Alexa wird künftig auch erkennen können, wenn Nutzer über sie frustriert sind. Dafür wird die Software die Stimme analysieren – und dann freundlicher wirken. Diese Funktion wird zunächst bei der Steuerung der Musikwiedergabe verfügbar sein. Als weiterer Sprachbefehl wird die Frage "Alexa, warum hast Du das getan?" eingeführt, mit der Nutzer die Sprachassistentin bei unerwartetem Verhalten um Erklärung bitten können. Wenn die Software einen Sprachbefehl falsch ausführt, soll künftig die Frage "Alexa, was hast du gehört?" helfen.
Mit den ersten Alexa-Ohrhörern stösst Amazon in eine neue Produktkategorie vor. Eine Anwendungsidee ist zum Beispiel, dass man in einem Supermarkt der hauseigenen Biosupermarkt-Kette Whole Foods fragen kann, in welchem Gang sich bestimmte Lebensmittel befinden.
Preisoffensive und experimentelle Produkte gegen Konkurrenz
Die Ohrhörer haben Unterdrückung der Umgebungsgeräusche eingebaut und sind mit 129 Dollar günstiger als vergleichbare Technik anderer Anbieter.
Insgesamt kündigte Amazon am Mittwoch mehr als ein Dutzend Produkte an – zu Preisen, die wie so oft bei Amazon die Konkurrenz unterbieten.
Als experimentelle Produkte bringt Amazon eine Brille und einen Ring mit Mikrofonen und winzigen Lautsprechern zur Nutzung von Alexa heraus. Die Brille hat weder Kamera noch Display, sondern ist nur zur Sprach-Kommunikation mit Alexa gedacht.
Sie werden in den USA in limitierter Auflage verfügbar sein. (Keystone-sda/paz)

Loading

Mehr zum Thema

image

PC-Markt: Die Lieferprobleme halten an

Der westeuropäische PC-Markt liegt trotz leichtem Rückgang über Vor-Pandemie-Niveau. Lieferengpässe und geopolitische Spannungen bremsen den Absatz.

publiziert am 18.5.2022
image

Auch zwei Wochen nach Cyberangriff bleiben Schweizer Sixt-Telefone unerreichbar

Der Autovermieter meldete Anfang Mai, er habe die Sache im Griff. Doch nach wie vor scheinen nicht alle Probleme behoben zu sein.

publiziert am 16.5.2022
image

Pendel schlägt zurück – jetzt drohen Chip-Überkapazitäten

Noch herrschen Lieferschwierigkeiten. Die Auguren der IT-Industrie melden aber, dass sich die aktuelle Chip-Knappheit schon 2023 in Überkapazitäten verwandeln könnte.

publiziert am 13.5.2022
image

Vor 25 Jahren: Computer besiegt Schachweltmeister

Der Sieg von Deep Blue über Garri Kasparow bewegte die Welt und machte die technische Überlegenheit von Computern für viele Menschen plötzlich sichtbar.

publiziert am 13.5.2022